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CAJ Halverde krempelt Garten komplett um

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Halverde. „Uns schickt der Himmel“: So lautete das Motto der bundesweiten 72-Stunden-Aktion, an der auch die Mitglieder der CAJ Halverde teilnahmen. Bis zu 40 Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren, davon vorwiegend die neuen Gruppen der CAJ, setzten eine Wohlfühloase als Sitzecke im Alten- und Pflegeheim St. Josefshaus in Halverde um.

Der CAJ-Vorsitzende Alexander Röwer erklärt dazu, dass in einer der Vorstandssitzungen der Vorschlag, an der größten Sozialaktion des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) teilzunehmen, sofort positiv aufgenommen wurde. Die Entscheidung, das St. Josefshaus mit einer Sitzecke auszustatten, war dann einer der Vorschläge, der dann vom 7. bis 10. Mai umgesetzt wurde.

„Aus der Bevölkerung kam noch der Anstoß, die Gartenanlagen des St. Josefshaus mit einzubeziehen“, erzählt Röwer. Es gründete sich daraufhin ein Planungsteam aus fünf Personen, die mehr als drei Monate das Projekt der 72-Stunden-Aktion vorbereitete. Unterstützung hatten die Jugendlichen bei der Umsetzung durch fachmännische Hilfe aus den eigenen Reihen. Am vergangenen Donnerstag um 17 Uhr ging es los. In den darauf folgenden 72 Stunden wurden 24 Tonnen Häckselholz (von der Gemeinde Hopsten), 15 Tonnen Schotter, sieben Tonnen Glasasche und zwei Tonnen Sand (Firma Wendker, Recke), acht Tonnen Bruchsteine und sieben Tonnen Pflastersteine (Wertstoffhof Hopsten) bewegt. Dazu kamen 20 Qua-dratmeter Grünabfall und zehn Tonnen Mutterboden.

Mit vereinten Kräften gingen die Jugendlichen in den Gartenanlagen ans Werk: Unkraut und Laub wurden entfernt, Büsche und Bäume beschnitten oder entfernt, eine Hecke gepflanzt, der Rasen gemäht. Anschließend verteilten die Jugendlichen das Häckselholz in den Beeten. Neben dem Eingang des Altenheims wurde die Wiese abgetragen, um für eine Sitzecke Platz zu machen. Nach den umfangreichen Erd-, Bruchstein- und Pflasterarbeiten nahm die Wohlfühl-Oase bereits am Freitag Form an. Am Samstag um Mitternacht war dann die Sitzecke fertig: Eine Bank mit Schachtisch, ein Springbrunnen sowie wunderschöne kleinere Beete mit mehr als 50 unterschiedlichen Pflanzen.

In dieses Ambiente luden die Jugendlichen am Sonntagmorgen nach dem Einweihungsgottesdienst in der St.-Peter-und-Paul-Kirche zum Frühschoppen. Pfarrer Peter van Briel lobte die CAJ mit den Worten: „Manchmal findet man den Weg zu Gott durch das praktische Tun. Dafür ist die CAJ uns ein Vorbild, weil sie 72 Stunden handfest nur für andere gearbeitet hat. Die Freude, die sie dabei gewinnen, ist die Freude Gottes.“

Heimleiterin Annegret Wissing und Bereichsleiter Uwe Ostlenning vom St. Josefshaus dankten den Jugendlichen, auch im Namen der Bewohner: „Ihr habt nicht nur die Anlagen verschönert, sondern gezeigt, dass der vordere Bereich besser genutzt werden kann. Eure Aktion ist eine Botschaft, wie Jugendliche sich engagieren und ihre Fähigkeit für andere einbringen können.“

Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Josef Gärke, dankte besonders für den Fleiß der jungen Menschen bei dieser Aktion. „Euer Engagement hat einen bleibenden Wert. Auf euch ist Verlass“, sagte er. Ortsvorsteher Karl Maaßmann lobte die Koordination, die gesamte Organisation und Disziplin dieser 72-Stunden-Aktion. „Das spricht für den Zusammenhalt in der Gruppe und ein vernünftiges Konzept. Vergessen darf man nicht das Verhältnis im Bezug auf die Größe des Ortes und der Gruppenstärke. Es ist der Jugend hoch anzurechnen, was sie hier geschaffen hat“, sagte Maaßmann.

Die CAJ-Mitglieder bedanken sich ihrerseits für die breite Unterstützung durch Geld- oder Sachspenden, Maschinen, Essen oder handwerkliche Hilfe.

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