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CDU will Ausschreibung der Beigeordneten-Stelle

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Von Claus Kossag

Ibbenbüren. Die zweite Wahlperiode von Volker Strothmann (Foto), dem Ersten Beigeordneten der Stadt Ibbenbüren, geht im August 2008 zu Ende. Im Sommer 2000 war Strothmann vom Rat einstimmig für eine weitere Amtsperiode gewählt worden – für die in der Gemeindeordnung festgelegte Zeit von acht Jahren. Nun hat die CDU-Fraktion vor der nächsten Beigeordneten-Wahl beantragt, die Stelle auszuschreiben. In dem Antrag, der in dieser Woche an Bürgermeister Heinz Steingröver gegangen ist, heißt es: „Die CDU-Fraktion beantragt, in der nächsten Sitzung des Rates (7. November 2007) zu beschließen, dass die durch Wahl zu besetzende Stelle des Ersten Beigeordneten gemäß Paragraph 71 Absatz 2 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen öffentlich ausgeschrieben wird.“

Wie Christoph Börgel, Fraktionsvorsitzender der CDU, auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, wolle man durch eine Ausschreibung sehen, welche Alternativen es für die Besetzung des Postens gibt. Die Gemeindeordnung weise klar auf eine Ausschreibung hin, und auf diese wolle die CDU nicht verzichten. Und Amtsinhaber Volker Strothmann könne sich bei einer Ausschreibung ja auch wieder bewerben. In der Gemeindeordnung heißt es in Paragraph 71 (Wahl der Beigeordneten): „Die Wahl oder Wiederwahl darf frühestens sechs Monate vor Freiwerden der Stelle erfolgen. Die Stellen der Beigeordneten sind auszuschreiben, bei Wiederwahl kann hiervon abgesehen werden. Über die Wiederwahl entscheidet der Rat durch Beschluss.“ In der Ratssitzung am 7. November soll es nun also zu einer Abstimmung über den CDU-Antrag kommen. Die CDU wird geheime Abstimmung beantragen, wie Christoph Börgel erklärte.

Der amtierende Erste Beigeordnete Volker Strothmann trat im August 1992 seinen Dienst bei der Stadt Ibbenbüren an. Der damals 34-jährige Jurist war mit 24 von 45 Stimmen vom Rat der Stadt Ibbenbüren gewählt worden. Strothmann trat die Nachfolge von Klemens Müer an. Dessen Wiederwahl war nicht zustande gekommen, nachdem die damalige SPD-Mehrheit im Stadtrat beschlossen hatte, die Beigeordneten-Stelle neu auszuschreiben, woraufhin Müer nach 20 Jahren in Diensten der Stadt auf eine erneute Kandidatur als Beigeordneter verzichtet hatte.

Volker Strothmanns erste Wahlperiode ging 2000 zu Ende. Strothmann, SPD-Mitglied, wurde 2000 vom Rat, in dem damals die CDU die Mehrheit hatte (Bürgermeister war der seinerzeit parteilose Otto Lohmann), einstimmig wiedergewählt.

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