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125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Ahlen

Chemieunfall simuliert: GSG-Zug zur Übung in Freckenhorst

Andreas Engbert

Ahlen / Freckenhorst - Die Bekämpfung von Bränden ist bei Weitem nicht die einzige Aufgabe der Feuerwehr. Die Einsatzkräfte müssen auf eine Vielzahl von Einsatz-Szenarien vorbereitet und dementsprechend ausgebildet sein. Dafür gibt es in Ahlen seit vielen Jahren einen Spezial-Zug, der sich mit gefährlichen Stoffen und Gütern (GSG) befasst.

Einmal jährlich probt auch der Löschzug Freckenhorst den Umgang mit diesen Stoffen in einer Übung. An diesem Montag fand diese Übung in größerem Rahmen auf dem Raiffeisen-Gelände gemeinsam mit den Kameraden aus der Wersestadt statt.

Als Ausgangslage der Übung wurde angenommen, dass zwei Chemiebehälter mit Ameisensäure aus einem Regal gefallen und ausgelaufen sind. In Verbindung mit Wasser hat sich eine chemische Reaktion gezeigt, durch die eine Mitarbeiterin im Gebäude verletzt wurde.

Die erste Aufgabe der Einsatzkräfte war es, die vermisste Person aus der verqualmten Halle zu retten. Dazu durchsuchte ein Trupp unter Atemschutz das Lager, während weitere Kräfte die Schadensstelle absperrten.

Die freiwilligen Kräfte sind speziell für solche Einsätze ausgerüstet und für das gesamte Kreisgebiet zuständig.

Neben einem „Gerätewagen Gefahrgut“ setzten sie ihren relativ neuen Abrollcontainer zur Dekontaminierung von Verletzten, den das Land vor einigen Monaten beschafft hat, ein. Sie errichteten eine große Duschkabine, in der die Einsatzkräfte und potenziell Betroffene mittels Wasser und Bürste von den Chemikalien befreit wurden.

Weitere Einsatzkräfte aus Freckenhorst zwängten sich daraufhin in orangefarbene Chemieschutzanzüge, um die ausgelaufenen Chemikalien zu sichern. Unterstützt wurden sie auch dabei von den Kameraden aus Ahlen, die unter der Leitung ihres Zugführers Christoph Faust arbeiteten.

Die gesamte Einsatzleitung der Übung lag beim Freckenhorster Löschzugführer, Edmund Becker. Vorbereitet hatten die Übung Kay Walter, der hauptamtlich an der Ahlener Wache stationiert ist, und Anton Bergmann. Sicher ist: Das war nicht die letzte gemeinsame Übung.

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