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Christian Süß scheidet in Peking aus

Cedric Gebhardt

Ahlen/Peking. Am Mittwoch noch hatte den Ungarn Janos Jakab mit 4:1 besiegt und war in die dritte Runde der Herren-Einzel eingezogen. Dort war Donnerstag Endstation für den heimischen Tischtennis-Profi. Der 23-Jährige leistete gegen Europas Nummer eins, Vladimir Samsonov, vor allem in den Durchgängen eins und drei große Gegenwehr, musste sich dem Weißrussen aber schließlich doch mit 0:4 geschlagen geben. Süß ärgerte sich nach der Niederlage gegen Samsonov über ungenutzte Möglichkeiten. „Ich hatte meine Chancen, das Spiel offen zu gestalten, aber manchmal hat auch schlicht ein klein wenig das Glück gefehlt“, analysierte der Ahlener. In Durchgang eins hatte er zwei Satzbälle beim Stand von 10:8, verlor diesen Satz jedoch in der Verlängerung. „Das hätte auch anders laufen können und das Match dann ebenfalls“, wusste Süß. Auch nach seinem Ausscheiden bleibt er zunächst in Peking: „Jetzt drücke ich natürlich Dima und Timo die Daumen und stehe den beiden auch zum Einspielen zur Verfügung“, so Süß. Bundestrainer Richard Prause erklärte: „Natürlich ist man traurig, wenn man verliert und bei Olympischen Spielen ausscheidet. Christian hätte ein besseres Ergebnis als das 0:4 verdient. Er ist spielerisch gewachsen, aber er muss seine Chancen noch besser nutzen. Bei der EM 2007 gab es in der Partie mit Samsonov noch einen Klassenunterschied. Heute war er schon weitaus näher an ihm dran. Das alles ist auch eine Geduldsfrage, oft ist er noch zu hektisch. Trotzdem kann Christian erhobenen Hauptes aus dem Turnier gehen. Für seine weitere Entwicklung in Richtung London 2012 bin ich optimistisch.“ Auch Sieger Samsonov lobte seinen Ahlener Kontrahenten: „Der erste Satz hat das Spiel bereits entschieden. Ich war sehr froh, dass ich da mit 15:13 gewonnen habe. Ich weiß nicht, was aus dem Match geworden wäre, hätte Christian vorn gelegen.“

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