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Aus Frankreich berichtet unser Sportredakteur Alexander Heflik

Ciolek träumt von Sieg in Barcelona

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Girona. In Perpignan ging am Mittwoch nicht mehr viel. Weder für Fahrer, Helfer, Polizisten oder Zuschauer. Das übliche Chaos in einer verwinkelten und gleichermaßen romantischen südfranzösischen Stadt. Es bleibt nicht aus, das Chaos, die Verstopfung aller Straßen rund um das Epizentrum Zielbereich, dieses Mal am Place de Catalogne.

Gerald Ciolek hatte einen miserablen Renntag hinter sich, allenfalls geschönt durch einen fünften Rang in der Etappe, der ein paar Pünktchen auf das Konto der Sprinterwertung spülte. Und dann das: Nach einer Odyssee am Team-Bus angekommen, schnappte sich ein Chaperon den 22-Jährigen und bat zur Dopingkontrolle. Noch einmal, ein letztes Mal für diesen Tag, arbeitete sich der auspumpte Milram-Fahrer zum Doping-Caravan nahe des Zielstrichs.

Cavendish hat nahezu das Optimale aus den bisherigen drei Sprintfinals der 96. Tour geholt. Erster, Erster, Dritter - mit 96 Punkten führt er die Wertung um das prestigeträchtige Grüne Trikot deutlich an. Der Tageszehnte Thor Hushovd (Norwegen/Cervelo Test Team) hätte zu gerne in seiner Wahl-Heimat Perpignan, hier wohnt er seit einigen Jahren, gewonnen, mit 70 Punkten ist er erster Verfolger von Cavendish, Farrar (54) und Ciolek (42) folgen.

Nicht ausgeschlossen ist aber auch, dass Lance Armstrong attackiert, eine Sekunde auf Fabian Cancellara ist leicht eingefahren, dann wäre der Amerikaner im Gelben Trikot. Einen Etappenerfolg nähme der Texaner - wie es so seine Art ist - ungefragt mit.

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