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USC Münster

Da geht noch was

Wilfried Sprenger

Münster - Die Saison neigt sich dem Ende zu, fünf Spieltage noch, dann fällt in der Frauenvolleyball-Bundesliga der große Vorhang. Der USC Münster wird ein zufrieden stellendes Fazit ziehen können, wenn er auf der Zielgeraden nicht noch alles umstößt, was er in vielen kleinen Schritten aufgebaut hat. Aber das ist kaum zu erwarten, stabil stark spielen die Unabhängigen nun schon seit Jahresbeginn. In der Rückrunde gewannen sie sechs von acht Begegnungen, damit stehen sie nicht schlechter da als Spitzenreiter Schweriner SC.

Als der Sportliche Leiter Jürgen Schulz vor Saisonbeginn Platz sechs als Ziel ausgab, wurde er von manchem Zuhörer ob dieser forschen Ansage müde belächelt. Am Ende könnte Schulz jedoch goldrichtig liegen, bei einem Sieg morgen (14.30 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) im Heimspiel gegen VT Aurubis Hamburg würde der USC zu den Gästen aus der Hansestadt aufschließen. Und der VfB Suhl, der aktuell Rang sechs besetzt, ist auch nicht außer Reichweite.

Ja, da geht noch etwas. Und auch deshalb ist die Vorfreude der Münsteranerinnen auf die Partie mit Hamburg groß. Doch es gibt noch andere Gründe. Trainer Axel Büring nennt sie: „Wir hatten lange kein Heimspiel mehr. Außerdem war unsere Leistung im Hinspiel nicht sonderlich gut. Deshalb könnten die Hamburger ein falsches Bild von uns haben. Das würden wir gegebenenfalls gern korrigieren.“

Der USC sieht die Dinge wieder positiver, frische Erfolge haben allen Beteiligten neues Selbstbewusstsein gegeben. Und am Berg Fidel ist die Mannschaft ohnehin eine Volleyball-Macht. Seit Anfang Dezember ist Münster dort ungeschlagen, selbst Schwerin musste sich beugen, Hamburg soll es nicht anders gehen.

Die Norddeutschen spielen keine gute Saison. Einen Platz ganz weit vorn in der Tabelle hatten sie sich im Herbst auf die Fahnen geschrieben. Dieses Ziel war schon früh nicht mehr zu realisieren. Wenn man so will, war nach acht Spieltagen (6:10-Punkte) schon alles vorbei. Immerhin hat sich das Team nicht hängen lassen. Erst unlängst gelang Hamburg ein beachtenswerter 3:0-Erfolg über Schwerin. Was Büring nur bedingt überraschte: „Von den Leuten her hat Hamburg eine Toptruppe.“

Münster besticht eher durch mannschaftliche Geschlossenheit. Das Team ist der Star, und als Team gewann der USC daheim zuletzt sechsmal in Serie. Das Publikum war zufrieden, manchmal sogar begeistert. Geschäftsführer Detlef von Delft hofft morgen auf 2000 Zuschauer. Büring verspricht ihnen Vollgas. Personelle Probleme hat er nicht, auch Sina Fuchs ist wieder dabei. „Ausreden haben wir nicht“, sagt der Trainer.

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