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Daniel Westmattelmann kommt in Schwung

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Ahlen. Daniel Westmattelmann ist derzeit im Dauerstress. Der Ahlener Radprofi aus dem bayrischen Team „Mapei-Heizomat“ jagt von einem Höhepunkt zum anderen. Mit dem Henninger Turm in Frankfurt ging es in den Mai, es folgten die NRW-Meisterschaften, dann maß sich Westmattelmann mit der Weltelite der U23 bei der Tour de Berlin, nur eine Woche später ging’s zum Bundesligarennen in Wernigerode. Und die Form wurde immer besser. Im Ergebnis nur selten zu sehen, für Daniel Westmattelmann jedoch spürbar.

Das merkte der 20-Jährige bei den Bayern-Rundfahrt, die er im Kreise zahlreicher Profis aus der Ersten Liga des Radsports auf Rang 59, 11:58 Minuten hinter Gesamtsieger Christian Knees vom Team Milram, beendete. Dabei ließ er auch den einen oder anderen prominenten Profi hinter sich. Wie auch schon beim Einzelzeitfahren in Neustadt an der Saale während der Rundfahrt über fünf Etappen. Gespannt war Westmattelmann, wie er sich im Kreise der Elite auf den 26 Kilometern verkaufen könne. Er landete auf Platz 23 und war noch nicht mal richtig zufrieden damit. „Der Kurs war doch sehr anspruchsvoll, ich habe dort keinen richtigen Rhythmus gefunden“, sagt der Ahlener. Hinzu kam, dass es erst das zweite Rennen auf der neuen Zeitfahrmaschine war. „Ich habe mich noch nicht so richtig wohl gefühlt auf dem Rad, wie es sein sollte. Bis zur Deutschen Meisterschaft muss ich noch ein bisschen an der Sitzposition arbeiten“, weiß Westmattelmann, was es noch zu tun gibt bis zu seinem persönlichen Saisonhighlight am 27. Juni.

Es sind die technischen Feinheiten, die für einen Erfolg im Kampf gegen die Uhr ausschlaggebend sind. Natürlich muss die Form stimmen. Das trifft auf Daniel Westmattelmann allerdings zu. Immer besser kam er in den vergangenen Wochen in Fahrt. Das harte Rennprogramm trägt Früchte. „Es geht vorwärts“, sagt der BWL-Student augenzwinkernd, der sich, wenn er keine Rennen bestreitet, auch noch mit Klausurprüfungen beschäftigen muss. Bewiesen hat er das zuletzt am Sonntag. Da ging es in Lorsch um die Deutsche Meisterschaft der U23 im Straßenrennen. Auf Platz 15 fuhr er nach 181 Kilometern auf einem extrem schweren Kurs im Odenwald. Unbedingt zu erwarten war dieses Ergebnis nicht, zumal es Westmattelmann mit den wirklich schweren Bergen gar nicht so hat.

„Natürlich bin ich damit zufrieden“, sagt Westmattelmann und will nun seine gute Form noch mindestens drei Wochen halten. Am besten sogar noch weiter verbessern. Seit Dienstag ist er bei der Thüringen-Rundfahrt am Start. Bis Sonntag trifft er während der sechs Etappen auf die weltbesten U23-Fahrer. Ein echter Prüfstein also für den Ahlener. Ganz besonders wird sich Westmattelmann den kommenden Samstag im Kalender angestrichen haben. Dann geht bei der Thüringen-Rundfahrt das Einzelzeitfahren über die Bühne. In diesem starken Feld eine weitere Standortbestimmung im Hinblick auf die Titelkämpfe im Zeitfahren. Nach der Rundfahrt in Thüringen folgt noch die dreitägige Mainfranken-Tour. „Dazwischen werde ich aber nur auf der Zeitfahrmaschine zu Hause trainieren“, will am Westmattelmann Ende Juni in Luckau mit guten Beinen auch möglichst perfekt auf dem Rad sitzen.

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