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Rot Weiss Ahlen

Das Duell der Aufsteiger

André Fischer

Ahlen - Es ist das Duell der Überraschungs-Aufsteiger: RWA empfängt RWO. Sonntag um 14 Uhr im Wersestadion treffen aber nicht nur die beiden positiven Erscheinungen der vergangenen Regionalliga-Saison aufeinander, nein, vielmehr sehen sich zudem die bislang besten zwei Neulinge im Unterhaus wieder. Ahlen ist mit 27 Punkten Zehnter, Oberhausen mit 25 Zählern Zwölfter.

„Die Fakten sprechen für sich. Außerdem hat das Spiel gegen RWO einen lokalen Derby-Charakter. Unsere Jungs sind gefordert“, blickt Stefan Grädler, Manager des heimischen Zweitligisten, der Partie hoffnungsvoll entgegen. Schlimmer als zuletzt geht es schließlich nimmer. Das jedenfalls war den Worten von Cheftrainer Christian Wück nach der 1:2-Niederlage in der Allianz-Arena in München zu entnehmen, als ihm unmittelbar nach dem Spiel folgende Worte über die Lippen gingen: „Lasst uns das Positive aus diesem Spiel ziehen, schlechter kann es nicht mehr werden.“ Eine klare Aussage - abwarten, wie die Reaktion der Mannschaft aussieht.

Die Gäste kommen indes mit der Empfehlung, im neuen Jahr noch nicht ein Spiel verloren zu haben. Nach zwei torlosen Unentschieden gegen Koblenz und bei Mitaufsteiger FC Ingolstadt landeten die Oberhausener jüngst beim 3:2 gegen den FC St. Pauli den ersten Sieg. „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie nach vorne spielen und Tore erzielen kann. Das wurde ja zuletzt schon von einigen bezweifelt. Doch die Jungs haben es eindrucksvoll widerlegt“, freute sich RWO-Trainer Jürgen Luginger.

Während RW Ahlen dreimal in der Winterpause auf dem Transfermarkt zuschlug (Pelzer, Djulbic und Naki), verstärkte sich RWO gleich mit vier neuen Spielern. Auf Grund der Verletzung von Stammtorhüter Christoph Semmler (Kreuzbandriss) wurde mit Jonas Deumeland ein zusätzlicher Torwart vom VfL Wolfsburg 2 verpflichtet. Der 21-Jährige unterschrieb vorerst einen Vertrag bis zum Saisonende und ist hinter Sören Pirson die aktuelle Nummer zwei. Für die Offensive wurden gleich zwei talentierte Kicker verpflichtet: Neben Jamal Gay (Nationalspieler von Trinidad und Tobago, 20), der zuletzt vereinslos war und einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011 erhielt, wurde Markus Heppke vom Reviernachbarn FC Schalke 04 geholt (22). Letzterer hat bereits mit zwei Toren gegen Pauli bewiesen, dass er jeden Cent wert ist. Neu am Ball für die „Kleeblätter“ ist darüber hinaus Defensivspieler Olivier de Cock (33), der vom belgischen Erstligisten FC Brügge kam. Verlassen haben den Club die „Aufstiegshelden“ Tuncay Aksoy (Spielvereinigung Velbert) und David Müller (VfR Aalen).

Gäste-Coach Luginger, der seit Anfang der Saison auf der Trainerbank sitzt, glaubt nicht, dass seine Schützlinge am Sonntag Außenseiter sind, hat dennoch Respekt vor den Rot-Weißen: „Ahlen ist vor allem offensiv mit Spielern wie Kevin Großkreutz und Lars Toborg hervorragend besetzt. Da müssen wir auf der Hut sein. Außerdem steht mit Christian Wück ein Trainer an der Seitenlinie, der die Mannschaft kontinuierlich aufgebaut und weiterentwickelt hat.“ Viel Lob vor einem Duell, das für den weiteren Saisonverlauf durchaus richtungsweisend sein kann.

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