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Ahlener SG

„Das Gesamtpaket hat einfach zu stimmen“

Ahlen. Der Chef hat seinen Platz auf der Bank geräumt, und Frank Wolters sieht sich mit den „Wilden Kerlen“ der ASG plötzlich alleine konfrontiert. „AZ“-Mitarbeiterin Katharina Fiegl unterhielt sich mit dem Co-Trainer über die neue Situation...

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Ahlen. Der Chef hat seinen Platz auf der Bank geräumt, und Frank Wolters sieht sich mit den „Wilden Kerlen“ der ASG plötzlich alleine konfrontiert. „AZ“-Mitarbeiterin Katharina Fiegl unterhielt sich mit dem Co-Trainer über die neue Situation.

Herr Wolters, soll man Sie wegen des Jobs als Interimstrainers bemitleiden oder beglückwünschen?

Wolters: Weder noch. Die Saison ist gelaufen, wir müssen nur noch ein wenig „abtrainieren“. Und auch die Zusammenarbeit mit Sascha Bertow ist nichts Besonderes – ich habe das Team ja auch schon zeitweilig gemeinsam mit Tobias Skerka und Dirk Schmidtmeier betreut.

Und wer sitzt bei „Schmittis“ Abschiedsspiel Freitag auf der Bank?

Wolters: Das ist noch nicht klar. Schließlich wird auch Holger Kaiser vor Ort sein.

Ein paar Worte zur Entlassung Diethard von Boenigks?

Wolters: Es ist immer so, dass ein paar Spielern der Trainer nicht passt und umgekehrt. Das war in diesem Fall aber gar nicht wild. Den Ausschlag hat gegeben, dass das Team künftig auch morgens trainieren will und Diethard von Boenigk hierfür nicht zur Verfügung stehen könnte. Ob die Entscheidung, ihn zu entlassen, richtig ist, zeigt sich aber letztlich erst, wenn ein neuer Mann an der Linie steht.

Und wie haben Sie selbst die Zusammenarbeit mit Diethard von Boenigk erlebt?

Wolters: Jeder Anfang ist schwer. Zunächst waren wir nicht immer einer Meinung. Da bedarf es eines Prozesses, der eine längere Zeit als ein Jahr beansprucht. Mit Holger Kaiser habe ich über ein Jahrzehnt lang auf der Bank gesessen – das ist eine dienstliche Beziehung, die wachsen muss. Man hat die Prioritäten-Setzung des anderen zu akzeptieren. Mit Diethard von Boenigks Entscheidungen hatte ich nie Probleme, wenn es natürlich auch noch den einen oder anderen verbesserungswürdigen Punkt in unserer Zusammenarbeit gab.

Gibt es für Sie persönlich nun einen Wunschtrainer?

Wolters: Ich sähe hier gerne jemanden, der zuverlässig ist. Er muss nicht unbedingt der Beste in der Theorie sein, er sollte wohl aber mit den Spielern sehr gut umgehen können. Das Gesamtpaket hat einfach zu stimmen. Und ob er mich dann überhaupt an seiner Seite will, muss man ja auch erst noch abwarten.

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