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Das Unheil lauert vor dem Supermarkt

Hans Gerhold

Bevor eine undurchdringliche Nebelsuppe in einem malerischen Städtchen in Maine die Sicht auf unter zehn Meter beschränkt, stehen Maler David (Thomas Jane) und sein neunjähriger Sohn einen Sturm durch, und sie begeben sich in den örtlichen Supermarkt, wo der größte Teil des Science-Fiction-Horror-Dramas „Der Nebel“ spielen wird. Da Stephen King die Vorlage lieferte, darf und muss mit dem Schlimmsten gerechnet werden.

Der Film ist noch nicht zehn Minuten alt, als der alte Dan blutverschmiert in den Laden stürzt und vor „etwas“ im Nebel warnt. Sehr schnell wird klar, dass es sich bei den erst mal ungesehenen Wesen um Kreaturen handelt, die töten und vor denen sich die bunt gemischte Gesellschaft verschanzt, darunter drei Soldaten, eine attraktive Kassiererin, zwei Hinterwäldler, ein Supermarktangestellter, eine Lehrerin, ein Anwalt und eine religiöse Fanatikerin.

Letztere schreibt die Attacken der Monster, die sich als riesige Krabben, gigantische Insekten, Flugsaurier und Spinnen mit Säurespucke herausstellen, dem Zorn Gottes zu. Bald hat sie die auf ihrer Seite, die zur Besänftigung der Monster Opfer fordern, was zu Panik, Hysterie und Lynchstimmung führt.

Das Ende des schaurigen und spannenden Spiels mit Urängsten gehört zu den krassesten Szenen des Genres und ist, milde ausgedrückt, deprimierend. Bis dahin wird mit der beängstigenden Mentalität derer, die zum Mob werden, Schrecken erzeugt – noch mehr als mit den Monstern. Thomas Jane („The Punisher“) ist der sympathische Hauptdarsteller, der durch die zweistündige Paranoia-Tour führt.

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