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DAX auf Jahrestief - Euro teuer wie nie

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Frankfurt – Kapriolen bei den wirtschaftsindizes. Auf der einen Seite stieg der Deutsche Aktiuenindex DAX an der Frankfurter Börse auf sein Jahrestief. Auf der anderen Seite erlitt der dollar einen neuerlichen schwächeanfall, was den Euro auf ein Rekordhoch katapultierte.

Ausgelöst durch die Zuspitzung der Immobilienkrise in den USA sackte der Dollar ab. Für einen Euro musste am Dienstagvormittag kurzzeitig 1,6038 Dollar gezahlt werden. Wenig später ging der Wert wieder auf unter 1,60 Dollar zurück. Als Hintergrund für den Schwächeanfall der amerikanischen Währung sehen Händler die Hilfspakete der US-Regierung für die angeschlagenen Immobilienfinanzierer.

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag im Handelsverlauf seine Verluste ausgeweitet. Der DAX verlor bis zum Mittag 1,83 Prozent auf 6087 Punkte und markierte damit ein neues Jahrestief. Der MDAX büßte 2,53 Prozent auf 8174 Zähler ein, und der TecDAX fiel um 3,51 Prozent auf 684 Punkte.

„Es gibt keine Panik bei den Anlegern, aber wir sehen einen geordneten Rückzug“, kommentierte Marktstratege Mirko Pillep von der Helaba das Börsengeschehen. Da Stabilisierungstendenzen insbesondere aus den USA fehlten, sei eine Erholung nicht in Sicht.

Continental-Aktien gaben einen Teil ihrer anfänglichen Kursgewinne ab und legten zuletzt noch um 2,77 Prozent auf 67,62 Euro zu. Ein Börsianer verwies auf einen Pressebericht, wonach die SchaefflerGruppe derzeit nur eine signifikante Minderheitsbeteiligung am Autozulieferer anstrebe und eine Zerschlagung von Continental oder ein Rückzug von der Börse nicht geplant sei.

Allianz-Titel büßten hingegen 4,72 Prozent auf 103,40 Euro ein. Händler verwiesen als Belastung auf einen spanischen Zeitungsbericht, wonach die spanische BBVA sich von einem möglichen Angebot für die Allianz-Tochter Dresdner Bank zurückgezogen hat. HOCHTIEF-Titel büßten 10,27 Prozent auf 52,33 Euro ein. Hier verwiesen Börsianer auf herbe Kursverluste bei spanischen Bauwerten nach der Pleite der größten inländischen Immobiliengruppe Martinsa-Fadesa.

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