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Lenz Party

December Peals: Album-Release im Gleis 22

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In Großbritannien ist das sogenannte „second album syndrome“ ein so ernst zu nehmendes Phänomen wie Grippewellen oder die Windpocken. Gemeint ist die Schwierigkeit einer Band, nach einer tollen Debütplatte, auf der alles spielerisch gelang, einen ähnlich guten, vielleicht sogar besseren Nachfolger hinzubekommen. Die Medizin gegen diese kreative Blockade klingt wie das Erfolgsrezept einer guten Fußballmannschaft: befreit aufspielen, auf die alten Stärken bauen, keinen Druck aufkommen lassen.

Klingt so einfach, gelingt aber nicht immer. Die December Peals aus Münster überlegten sich daher eine besondere Strategie: Nicht nur haben sie ihr Klangspektrum erweitert und ein paar ruhige Momente zu gelassen. Auch haben sie auf dem Album „People Have Demons“ ganz bewusst zugelassen, dass „alles, was auf dem Debüt gestört hat, noch störrischer wird“. Anders gesagt: Diese Rockmusik ist kratzbürstig. Eleganz muss man woanders suchen, denn die December Peals beschäftigen sich mit den kleinen Teufelchen, die uns Menschen in den Köpfen rumspuken und von den wahren Dingen ablenken.

Die Band ist erkennbar stolz auf ihr zweites Album. Kein Grund, zu glauben, die Gruppe leide unter dem „second album syndrome“. Und wer noch Zweifel hat, kann sich die December Peals bei der Record-Release-Party ansehen, die am 29. Januar (Freitag) im Gleis 22 stattfindet. Dort werden die Münsteraner von der belgischen Rockband Triggerfinger unterstützt, die eine mordsmäßig druckvolle Rock´n´Roll-Variante spielt. Im Anschluss an die Konzerte legt ein Freund der Band Punk-Klassiker auf: DJ Guido von den Donots.

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