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Politik Inland

Delegierte aus NRW: Hotelzimmer vorausschauend gebucht

wn

Düsseldorf - Ihr Hotelzimmer in Berlin hat Hannelore Kraft noch für eine weitere Nacht gebucht. Auch die Düsseldorfer SPD-Fraktionschefin hat nicht geglaubt, dass der neue Bundespräsident schon nach dem ersten Wahlgang feststeht. „Ich bin überrascht darüber, wie wenig Stimmen Herr Wulff bekommen hat“, sagte sie in Berlin.

Die politische Bühne im Düsseldorfer Landtag blieb am Mittwoch leer, denn 133 Delegierte aus NRW waren als Wahlfrauen und -männer nach Berlin gereist. Und dort hielten sie - wie die Beobachter am Rhein - die Luft an.

Einer von ihnen ist der Dülmener CDU-Landtagsabgeordnete Werner Jostmeier. Trotz der Irritationen über Abweichler im eigenen Lager: „Die Stimmung war und ist gut.“ Gleichwohl werde wohl viel nachzuarbeiten sein. Mit Blick auf die Sympathie einiger CDU-Wahlleute für Joachim Gauck bekräftigte Jostmeier aber einen Wählerauftrag für die CDU-Wahlleute für den eigenen Kandidaten Christian Wulff. Er sei „mit seinen 52 Jahren der geeignetere Präsident“ angesichts der in den nächsten Jahren anstehenden Entscheidungen.

Während sich der zweite Wahlgang für die Bedrliner Koalition zu einem quälenden Prozedere mit schwierigem Ergebnis entwickelte, stand für die münsterische SPD-Wahlfrau und Landtagsabgeordenete Svenja Schulze eine positive Bilanz fest: „Das ist ein Gewinn für die Demokratie, was hier passiert ist.“ Und aus den sehr lebhaften Diskussionen auf den Fluren habe sie weniger eine Revolte gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel herausgehört, sondern Zustimmung zu Joachim Gauck.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Silvia Löhrmann freute sich kurz vor dem letzten Wahlgang: „Es ist jetzt schon ein klarer Sieg für Joachim Gauck - und für die Bewegung, die in parlamentarische Abläufe gekommen ist.“

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