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„Gerhard Richter Painting“

Dem Künstler über die Schulter geschaut

Hans Gerhold

Rechtzeitig vor seinem 80. Geburtstag kann man im Dokumentarfilm „Gerhard Richter Painting“ dem Künstler bei der Arbeit zuschauen. Regisseurin Corinna Belz, die an der Mammut-Produktion „24h Berlin“ mitwirkte und Richter schon bei der Entstehung des Südfensters für den Kölner Dom beobachtet hatte, filmte Richter im Auftrag von Arte im Sommer 2009 in dessen Kölner Atelier, wo er sich an einem großflächigen, abstrakten Gemälde mit Ölfarben und Rakel abmühte.

Der mühevolle Prozess der Bildproduktion steht also im Mittelpunkt, die schöpferische Arbeit, das buchstäbliche Verwerfen, Übermalen, Spachteln und Zerkratzen von Flächen und Farben. Spannung ergibt sich, weil Richter sichtlich durch die ihn aufnehmende Kamera irritiert ist.

Familiengeschichte kommt zur Sprache, aber es geht weniger um Biografisches von Richter, der 1962 aus der DDR geflohen war, als um das Sehen selbst, um Entstehung und Dynamik malerischer Produkte.

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