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Den Anfang verschlafen

Niklas Groß

Ahlen - Vier Partien war die Durststrecke der nominellen Offensiv-Abteilung von RW Ahlens A-Junioren vor dem Aufeinandertreffen mit Aachen lang gewesen. Und gegen die Alemannia trafen Bahattin Köse, zuletzt am 13. Spieltag gegen Essen erfolgreich, und Anhang ebenso wenig ins Schwarze. Von diesen Statistiken weiß freilich auch Trainer Holger Bellinghoff, der aber anmerkt, dass ihm diese egal seien, solange jemand anderes das Tor erziele. Dieser Andere war am Samstagnachmittag Mirko Weikert, der nach 79 Minuten den 1:1-Ausgleich besorgte.

Aus acht Metern setzte der Innenverteidiger einen Freistoß unter den Querbalken, nachdem Alemannen-Torhüter Jared-Ephraim Jorzig einen Rückpass aufgenommen hatte. „Wenn wir den Elfmeter so hart geschossen hätten, wie den Freistoß, wäre die Partie wahrscheinlich anders ausgegangen“, wusste Bellinghoff nicht so recht, was er mit dem Punkt anfangen sollte. Denn seine Farben hatten zwar den Anpfiff verschlafen und waren bereits nach drei Minuten in Rückstand geraten, gestalteten die Partie gegen den Tabellensiebten in der Folge aber sehr ausgeglichen und konnten über mangelnde Torchancen nicht klagen - unter anderem vergab Markus Maier vom Elfmeterpunkt (48. Minute). Im Voraus hätte der „Sechser“ damit eine starke zweite Hälfte der Ahlener krönen können, denn nach dem Seitenwechsel schloss RW die Gäste in deren Hälfte ein und erspielte sich eine Hand voll guter Gelegenheiten: Cabuk und Mehovic scheiterten aber genauso wie Meschede und Tankulic.

Weil RW jetzt mit aller Macht nach vorne drängte, war es gleichwohl anfällig für Konter und durfte sich letztlich glücklich schätzen, dass Arne Kampe diese gut vereitelte. Mindestens auf einen Punkt hält RW damit die Abstiegsränge von sich fern und ist am kommenden Sonntag überhaupt in anderer Sache unterwegs: Im Westfalenpokal geht es zur TuS Wickede-Ruhr. „Da können meine Stürmer ordentlich was tun“, gibt sich Bellinghoff zuversichtlich, dass der Knoten im Angriff bald platzt.

RW Ahlen A: Kampe - Blesz, Weikert, Bouasker, Sawatzky, Brügmann (62. Tankulic), Meschede, Maier, Cabuk, Schnier (62. Mehovic), Köse (75. Özkara)

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