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Lenz Thema

Der Bastel-Battle: Lieber gut gekauft als schlecht gebastelt

wn

Nicht, dass ich nicht risikofreudig bin. Mal ein bisschen mehr Tabasco ins Essen oder im Urlaub auch die saukalte Nordsee hüpfen, das mache ich. Manchmal auch noch was anders, aber das hat hier nichts zu suchen. Aber das Risiko, enttäuschte Gesichter vor mir zu haben, gehe ich nicht ein. Schon gar nicht an Weihnachten. Krawall im Kopf am Fest der Liebe? Nicht mit mir.

Allein schon beim Gang durch den Do-it-Yourself-Laden wird klar: Es gibt eindeutig Trends. Die einen wirken schon, wenn sie aktuell sind, kitschig. Die anderen nutzen sich erst mit der Zeit ab. Spätestens dann wird die liebevoll gebastelte und verschenkte Sache zum leidenschaftlichen Staubfänger (von dem man in den meisten Fällen den Staub auch nur mühsam abbekommt). Und er wird zu einer Last für den Beschenkten.

Die wirklichen Geschenkeknaller sind doch nicht die mal eben fix zusammengetüdelten. Sondern die, die dauerhaft Spaß machen und ihre Bedeutung behalten. Und genau diese beiden Anforderungen sind so undenkbar schwer zu erfüllen. Zugunsten leuchtender Augen lohnt es sich dann doch eher, das ganze Jahr über ganz aufmerksam zu sein und den Moment zu erhaschen, in dem die Lieben einen klitzekleinen Hinweis auf einen großen (und meist (semi-)käuflichen) Wunsch verlieren . . .

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