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Rot Weiss Ahlen

Der Freude folgt Vorfreude

Franz Prinz

Ahlen - Schrecksekunden für Arie van Lent: Marcel Busch griff sich am Samstag beim 3:1-Heimsieg gegen den FC Heidenheim nach einem Spurt ans Gesäß und konnte plötzlich nicht mehr flüssig gehen. „Der Muskel hat zugemacht, da ging nichts mehr“, erzählte Ahlens Mannschaftskapitän später. „Den Schmerz kann ich aber ertragen, denn wir haben gewonnen, und das war ganz wichtig“, nahm er seine Verletzung, die seine Auswechslung zur Folge hatte, relativ entspannt zur Kenntnis.

Schon seit zwei Wochen plage er sich mit Problemen an der Lende herum. „In Jena und gegen Stuttgart habe ich die Zähne zusammengebissen, ahnte aber, dass es irgendwann nicht mehr geht“ , so Busch. Er habe deshalb im Spiel gegen Heidenheim sofort auswechseln lassen, als sich der Muskel meldete. Pessimistisch für die nächste Partie bei Dynamo Dresden ist Marcel Busch aber nicht: „Ich brauche jetzt einige Tage Pause und hoffe, am Donnerstag wieder ins Training einsteigen zu können.“ Jedenfalls wolle er unbedingt nicht nur die Reise nach Sachsen antreten, sondern dort auch spielen. „Dresden erwartet um die 10 000 Zuschauer, und das ist natürlich eine Atmosphäre, die man als Spieler unbedingt mitnehmen möchte“, so Busch.

Ähnlich sieht es Kollege Daniel Flottmann: „Das wird ein Höhepunkt für uns alle.“ Doch natürlich wollen die Rot-Weißen nicht nur die Stimmung in Dresden genießen. Und ganz chancenlos sieht Ahlens Innenverteidiger seine Farben bei Dynamo auch nicht: „Wir haben schon oft auswärts bewiesen, was wir können. Warum also nicht auch in Dresden?“

Beim 3:1 über Heidenheim war Flottmann einmal mehr eine wichtige Stütze im Ahlener Spiel, wollte aber nicht nur Komplimente für sich annehmen. „Insgesamt haben wir uns als Mannschaft weiterentwickelt, und das tut richtig gut“, meinte Flottmann.

Diese Einschätzung teilt Arie van Lent: „Natürlich waren die ersten 45 Minuten nicht optimal, aber nach der Pause hat meine Mannschaft noch mal zugelegt, und das war letztlich entscheidend.“ Gefallen habe ihm auch die Reaktion der Zuschauer. „Die Fans haben gemerkt, dass wir uns zunächst schwer getan haben, und deshalb nach der Pause genauso wie wir noch einen Zahn zugelegt. Das hat sicherlich geholfen“, betonte der RW-Trainer. Jetzt freue er sich aber erst einmal über das Ende der vielen Englischen Wochen. Seinen Spielern gönnte Arie van Lent deshalb nach dem Heidenheim-Spiel eine zweitägige Pause, um am heutigen Dienstag wieder richtig einzusteigen. „Dresden wird eine heiße Kiste. Doch wir freuen uns alle auf dieses Spiel, und mal sehen, was dort geht“, so van Lent.

Am besten noch ein weiterer Sieg. Denn mit dann 36 Punkten könnte Rot-Weiß einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt machen.

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