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Marienschule Münster

Der Herzinfarkt: Jede Minute zählt!

wn

Herr M. bemerkt einen Druckschmerz in der Brust mit Schmerzausstrahlung in den linken Arm. Er weiß um die Gefahr des Herzinfarktes in dieser Situation und alarmiert sofort den Notarzt über 112. Ein solcher Herzinfarkt, der oft durch äußere Faktoren wie Fettleibigkeit, Bewegungsarmut, falsche Ernährung oder durch das Rauchen ausgelöst wird, kann lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen oder zum Untergang von Herzgewebe, und somit zum Tod führen.

Jeder dritte Mensch mit Herzinfarkt stirbt, bevor er die rettende Klinik erreicht. Deshalb ist es wichtig, bei Anzeichen, wie anhaltenden Schmerzen im Brustkorb, Schwächeanfällen oder Bewusstlosigkeit, starkem Engegefühl mit zusätzlicher Luftnot, Übelkeit oder Erbrechen sofort den Notarzt zu alarmieren.

Bis der Notarzt kommt, kann auch der Laie durch kräftige Herzdruckmassage im Falle eines Kreislaufversagens das Leben retten. In neuster Zeit werden auch an öffentlichen exponierten Orten, wie dem Flughafen Münster/Osnabrück, halbautomatische Defibrillatoren aufgestellt. Dieser kann auch von wenig erfahrenen Personen bedient werden, um durch einen Elektroschock infarktbedingte, lebensbedrohliche Rhythmusstörungen zu beenden und den damit verbundenen plötzlichen Herztod zu verhindern.

In allen Kliniken kann eine gute Erstversorgung bei einem Herzinfarkt geleistet werden. Je nach Wohnortsituation kann eine Versorgung in der Klinik nach 15 bis 45 Minuten gewährleistet werden. In der Uniklinik Münster ist das Zusammenrufen eines kompetenten Teams durch das Infarkttelefon in besonders kurzer Zeit möglich.Hier wurde bei Herrn M. eine so genannte Ballondilatation im betroffenen Herzkranzgefäss durchgeführt und ein Stent zur Offenhaltung des Gefäßes implantiert. Dank seiner schnellen und richtigen Reaktion konnte er die Klinik nach wenigen Tagen beschwerdefrei verlassen.

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