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Der mächtige König der Wälder

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Elche leben am liebsten in sumpfigen Wäldern, in denen viele Bäume mit weichem Holz wachsen. Denn sie fressen vor allem Rinde, frische Triebe und Knospen. Während wir zum Essen Messer und Gabel benutzen, nehmen die Elche den Muffel – so nennt man die Oberlippe der Elche, die besonders lang und beweglich ist. Damit können die Elche beim Fressen leichter Zweige abbrechen oder Rinde von Baumstämmen abstreifen.

Besonders beeindruckend ist das Geweih, das die Elchbullen auf dem Kopf tragen. Seine gewaltigen Schaufeln können bis zu zweieinhalb Meter breit werden. Auf ihren langen Beinen können Elche beinahe so schnell rennen wie Pferde. Außerdem können sie damit leicht durch hohen Schnee laufen und sogar ziemlich gut schwimmen.

Im Mittelalter war der Elch mit seinen drei Metern Länge und 850 Kilo Gewicht der König der deutschen Wälder. Damit ist der Elch auch heute noch die größte Hirschart der Welt. Mittlerweile gibt es hier in Deutschland aber leider keine Elche mehr.

Weil bei uns der Lebensraum der Elche zerstört wurde, sind sie in hier vor mehr als 50 Jahren ausgerottet worden. Heute leben sie hauptsächlich noch in Kanada, Alaska, Skandinavien, Nordasien und Sibirien. Aber auch in Polen gibt es Elche und einige davon scheinen wieder nach Deutschland einzuwandern. Vielleicht sehen wir in unseren Wäldern also eines Tages den König mit dem Riesengeweih wieder.

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