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USC Münster

Der Nächste, bitte

Wilfrid Sprenger

Münster - Axel Büring hört das nicht gern, wenn andere von Serien sprechen. Er erwidert dann gewöhnlich: „Einmal ist keinmal, und zweimal soll dann schon eine Serie sein...“ So hat er es auch gestern formuliert und damit breite Zustimmung von den Fans erhalten. Die waren nach dem Bundesligaspiel gegen VT Aurubis Hamburg außergewöhnlich fröhlich gestimmt. 3:0 (27:25, 25:23, 25:21) siegte der USC Münster in knapp 90 Minuten, es war der vierte Erfolg in Reihe für die Unabhängigen. Nennen wir es mit Rücksicht auf den Coach einfach einmal „Lauf“.

1068 Zuschauer sahen eine Begegnung auf gehobenem Erstliga-Niveau. Münster bestätigte die Ergebnisse der vergangenen Wochen. Mehr noch: Die Mannschaft zeigte ihre beste Saisonleistung. Eine stach aus dem homogenen Ensemble heraus: Hana Cutura. Die kroatische Nationalspielerin war nicht nur für Kapitän An­drea Berg „der absolute Hammer.“

Münster gegen Hamburg - es war überwiegend ein Duell auf gleicher Augenhöhe. Beide Teams schenkten sich nichts und den Besuchern einen sehr kurzweiligen Nachmittag. Nur zu Beginn musste man sich sorgen um die Unabhängigen. Im ersten Satz gerieten sie in Windeseile 2:8 in Rückstand. Zu diesem Zeitpunkt hatte Büring bereits beide Auszeiten genommen. Kurz darauf hatte auch Kollege Jean-Pierre Staelens seine Möglichkeiten ausgeschöpft. Da führte Münster nach einem 8:0-Lauf 10:8.

Die Dinge blieben spannend - in allen Sätzen. Am Ende des ersten wehrte der USC zwei Satzbälle ab. Im zweiten drehte er den Spieß nach 20:21-Rückstand. Und im dritten war Hamburg bis zum 20:20 dran. Dennoch sagte Staelens nach der sehenswerten Auseinandersetzung: „Das Ergebnis ist korrekt, Münster hat verdient gewonnen. Wir haben es nicht geschafft, unsere individuellen Stärken auszuspielen.“

Der USC funktionierte wie zuletzt als verschworenes Team. Alle erfüllten ihre Aufgaben, nach oben ragten Zuspielerin Michaela Jelinkova, Libera Stefanie Golla und - natürlich - Hana Cu­tura heraus. Axel Büring brach hernach eine Lanze für Ines Bathen. „Dass, was Hana im Angriff leistet, kann Ines schon aus physischen Gründen nicht schaffen. Trotzdem bringt sie eine Menge durch und leistet zudem in der Annahme Großartiges.“

Münster ist prächtig in Schwung. Da passt es bestens, dass Mittwoch am Berg Fidel schon wieder das Licht angeknipst wird. Gegen Sinsheim soll der nächste Sieg her. Es wäre der fünfte - in Serie.

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