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Der neue Gemeinderat in Mettingen: MWG verliert Fraktionsstatus

Oliver Langemeyer

Mettingen. Die Machtverhältnisse zwischen SPD und CDU sind nach der Kommunalwahl unverändert geblieben. Die Sozialdemokraten ziehen mit 13 Vertretern in den Rat ein, die Union kommt auf zwölf Sitze. Wahlsieger ist die FDP. Sie hat mit einem dazugewonnenen Mandat die MWG überholt. Die Wählergemeinschaft hat mit nur einem Sitz ihren Fraktionsstatus verloren.

Insgesamt gehören neun neue Gesichter dem Gemeinderat an. Von der SPD sind Maria Schnabel, Thorsten Laske und Matthias Büscher erstmals dabei. In den Reihen der Union sind Dieter Beckemeier, Dirk Klausmeyer, Andreas Engel, Dorett Volk und Ewald Rottmann neu. Von der FDP kommt Reinhold Heß dazu. Nicht mehr dabei sind Angelika von Bargen, Udo Heeger und Andreas Bücker von der SPD. Von der Union gehören künftig Otto Schildwächter, Maike Anneken, Michael Bietendüvel und Norbert Rählmann nicht mehr zum Rat. Für die MWG ist Günther Fuhrmann nicht mehr dabei. Die konstituierende Sitzung ist voraussichtlich am Mittwoch, 4. November, teilte Wahlleiter Werner Boberg mit. Die SPD gewann bei den Kommunalwahlen insgesamt acht von 14 Wahlbezirken, die CDU sechs. Dabei ging es in manchen Wahlbezirken sehr knapp zu: Bruno Pielage gewann den Wahlkreis 1 (Kindergarten St. Agatha) gegen Andreas Engel mit drei Stimmen mehr. Engel zieht für die CDU dennoch über die Reserveliste in den Rat ein. Im Wahlkreis 13 (Paul-Gerhardt-Schule) hatte dagegen Dirk Klausmeyer mit 132:129 Stimmen gegen Udo Heeger denkbar knapp die Nase vorn.

Die FDP war vor allem in den Wahlkreisen Agatha-Kindergarten (10,3 Prozent), Ludgeri-Schule (10,6) und Bürgerzentrum (10,8) stark vertreten. Die Sozialdemokraten hatten mit Kerklau (57,3), Bürgerzentrum (51,5) und Dirkes (50,4) ihre stärksten Wahlkreise. Die Union schnitt in den Bezirken Sültemeyer (57,9), Zum Roten Bach (54,2) und Ludgeri-Schule (52,7) am besten ab. Die MWG hatte im Wahlbezirk St. Mariä Himmelfahrt (9,0) die meisten Stimmen.

„Wir haben darauf hingearbeitet, uns vom Bundestrend abzusetzen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Reinhard Stermann. Das habe sehr gut funktioniert. CDU-Fraktionschef Ansgar Nospickel freute sich vor allem über die tollen Ergebnisse von Franz-Josef Bresch und Dirk Klausmeyer. Nospickel zeigte sich überzeugt davon, dass ein stärker polarisierender Wahlkampf zu keinem besseren Ergebnis für seine Partei geführt hätte.

Kraftvolles Auftreten und das Vermeiden eigener Fehler habe der FDP ein gutes Ergebnis beschert, ist sich Frank Denzol sicher. Der FDP-Mann geht davon aus, dass sich der Politikstil im Mettinger Rat nicht ändern wird. Franz Dieckmann (MWG) gab zu bedenken, dass die Wählergemeinschaft mit nur einem Sitz nicht mehr so viel spenden kann. Die MWG spendet jährlich einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für gemeinnützige Zwecke.

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