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Schützenfeste im Kreis Warendorf

Detlef Pollmüller schwingt das Zepter

Ameke/Mersch. Dem Kugelhagel hielt „Regina Tertia Perbeatus“ am Freitagabend beim Vogelschießen der Mersch-Ameker Georgsschützen nicht besonders lange stand. Schon mit dem 475. Schuss gab sich die „königliche Krähe“ geschlagen und fiel von der...

Nicole Krellmann

<1>Ameke/Mersch. Dem Kugelhagel hielt „Regina Tertia Perbeatus“ am Freitagabend beim Vogelschießen der Mersch-Ameker Georgsschützen nicht besonders lange stand. Schon mit dem 475. Schuss gab sich die „königliche Krähe“ geschlagen und fiel von der Stange.

Um 22.20 Uhr war es Detlef Pollmüller, der die Arme in die Höhe riss und sich als neuer Schützenkönig feiern ließ. Zur Mitregentin erwählte er seine Frau Nicole Pollmüller-Koch. Zu den ersten Gratulanten des neuen Königspaares gehörte der letztjährige Regent, Ludger Ickhorn, der sich schweren Herzens von seiner Königskette trennen musste.

Bevor aber die letzten Splitter des Vogels zu Boden fielen, galt es, die Insignien zu verteilen. Mit dem 72. Schuss fiel durch Markus Müller zuerst das Zepter. Georg Feldmann errang mit dem 112. Schuss den Apfel. Das Fass ergatterte Jan Helmrich mit dem 169. Schuss. Thorsten Allendorf erlangte mit dem 205. Schuss den rechten Flügel, bevor Mario Grawe nach dem 246. Schuss den linken Flügel und Jörg Süßmann nach dem 273. Schuss die Krone ihr Eigen nennen konnten.

<2>Das Vogelschießen, das seit vielen Jahren auf dem Hof von Generaloberst Heinz-Josef Wiegel stattfindet, wurde vom Walstedder Spielmannszug musikalisch begleitet. „Rosis Mobildisco“ sorgte noch bis in die frühen Morgenstunden für gute Stimmung.

Der Schützenfestsamstag begann mit dem traditionellen Frühschoppen samt Töttchenessen im Landhaus Thiemann. Bei herrlichem Wetter wurden das Königspaar und der Hofstaat am Samstagnachmittag von zu Hause abgeholt, bevor in der Georgskapelle ein gemeinsamer Gottesdienst gefeiert wurde.

Gute Stimmung herrschte anschließend im Festzelt auf dem Ameker Bolzplatz. Dort spielten der Familienspielmannszug „DieBo“ und die „Original-Krähenländer“ Stimmungsmusik für Jung und Alt. Außerdem wurden vor dem Festball, bei dem die Gruppe „Slapstick“ musizierte, die ehemaligen Königs- und Kaiserorden präsentiert.

Nach einer langen Nacht kamen die Schützenbrüder am Sonntag zum Frühschoppen samt Jubilarehrung zusammen.

Bernd Borgmann begrüßte die Schützen, die sich im Zelt eingefunden hatten, um dem Königspaar zu gratulieren, und war voll des Lobes über das gute Wetter: Trotz des frühen Termins habe man auf die geplante Zeltheizung verzichten können.

Des weiteren bedankte sich der erste Vorsitzende bei den vielen Helfern und bei den Ameker Bürgern, die wieder einmal für reichlich Fahnenschmuck gesorgt hatten.

Als Ehrengast begrüßte er Bürgermeister Paul Berlage, der als „Georgsschütze“ jetzt schon drei „Dienstjahre“ auf dem Buckel habe. „Ich weiß nicht, ob wir da nicht schon langsam an eine Beförderung vom Schützen zu einem höheren Dienstgrad nachdenken müssen“, schmunzelte Borgmann.

Ferner bedankte er sich bei Franz Averhage, der die Protokollniederschriften der Georgsschützen aus den Jahren 1924 bis 1956 auf einer CD erfasst hatte. Gegen eine Spende konnte das 83 Seiten umfassende Dokument erworben werden. Ebenfalls begrüßte Borgmann Wilhelm Eckhoff und Beate Wiebusch, die vor 25 Jahren als Königspaar fungiert hatten.

Der erste Vorsitzende selbst hatte ebenfalls einen Ehrentag. Er vollendete sein 61. Lebensjahr und erhielt neben einem Geschenk ein Geburtstagsständchen der Gruppe „Happy Trumpets“.

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