1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. „Deus Ex: Human Revolution“: Perfides Streben nach Perfektion

  6. >

LenzBlog

„Deus Ex: Human Revolution“: Perfides Streben nach Perfektion

wn

Die Zukunft ist düster. Was früher menschliche Unvollkommenheit war, ist im Jahr 2027 Perfektion. Dank Prothesen. Inmitten einer Welt aus Forschung und Technik, die von unserer Gegenwart nicht weit entfernt scheint, streben begüterte Bürger mit allen Mitteln nach Höherem: besser sehen, weiter springen, mehr aushalten. Eine unwirkliche Welt, in die Adam Jensen, Sicherheitschef des Bionik-Konzerns „Sarif Industries“, Ordnung zu bringen versucht.

Der Spieler steuert den breitkreuzigen Kämpfer aus der Egoperspektive durch zerstörte Areale. Er hat nicht viel Zeit, die etwas hakelige Maus-Steuerung kennenzulernen, sondern muss sich kurz nach der Einführungssequenz mit unbekannten Gegnern herumärgern.

Die Story wird nur angerissen: Es geht um Rüstungsaufträge, um Macht durch Technik, um Spionage, um verdammt viel Geld. Der Spieler weiß so wenig wie Adam Jensen selbst - und das ist gut so, denn zu entdecken gibt es in „Deus Ex: Human Revolution“ sehr viel. Jensen wird bei einem Attentat beinahe getötet, seine Freundin kommt ums Leben. Getrieben von Rachegelüsten sucht er die Schuldigen an diesem feigen Anschlag - und kommt einer Verschwörung auf die Spur . . .

Das Pfund der zweiten „Deus Ex“-Erweiterung ist die Story, die an das Meisterwerk aus dem Jahr 2000 sehr nahe herankommt. So viel Spannung bieten nur Sci-Fi-Filme aus Hollywood. Die Vertonung ist grandios, die Atmosphäre dicht.

Adam Jensen muss sich auch im DLC „The Missing Link“ immer wieder entscheiden - und lernt schnell, dass Gewalt zwar der direkte, aber oft unkluge Weg zur Problemlösung ist.

Startseite