1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Dickenberg: Manfred Vorbrink übernahm das Zepter

  6. >

IVZ-Lokalfenster - Tecklenburger Land

Dickenberg: Manfred Vorbrink übernahm das Zepter

Dickenberg. Dickenberg hat einen neuen Schützenkönig: Manfred Vorbrink übernahm am Wochenende auf dem Schützenfest des Schützenvereins Dickenberg offiziell die Regentschaft für das kommende Vereinsjahr. Zusammen mit seiner Frau Irmgard löste er die bisherigen Majestäten Ingo und Evelyn Schröerlücke auf dem Königsthron ab.

„Bevor der Vogel an akuter Bleivergiftung einzugehen drohte, fasste sich unser Schützenbruder Manfred ein Herz“ schmunzelt Oberst Christoph Börgel. Schließlich brauchte es beim Königsschießen vor zwei Wochen seine Zeit, bis der neue König feststand: 80 Teilnehmer waren im Wettstreit um die Königswürde angetreten und schossen mit aufgelegtem Kleinkaliber auf den 25 Meter entfernten Vogel. Erst beim 435. Schuss – abgefeuert von Manfred Vorbrink – gab der Vogel auf und fiel von der Stange.

Doch die Proklamation des neuen Schützenkönigs am frühen Sonntagabend war nur einer – wenngleich der wichtigste – Punkt auf der Programmliste des Schützenvereins. Den Auftakt machte ein Besuch am Ehrenmal; später wurde kräftig gefeiert.

Denn gerade das sei wichtig für den Zusammenhalt, betonte Oberst Börgel in seiner Festrede: „Wir Schützen sind einer der wenigen Vereine, in denen tatsächlich generationenübergreifend ein Hobby, der Sport, ausgeübt wird und miteinander gefeiert wird“. Dabei kommt dem Verein eine ganz besondere Bedeutung zu: „Es braucht ein Nest im Leben, in dem man geborgen ist. Ein Nest wie unseren Schützenverein.“

Dass sich dessen Mitglieder tatsächlich geborgen fühlen, dafür spricht wohl die lange Vereinszugehörigkeit einiger Schützen. Drei von ihnen wurden am Wochenende für ihre langjährige Treue geehrt: Horst Schroer ist seit 25 Jahren dabei, Friedhelm Knüppel hält dem Verein seit 40 Jahren die Treue, und Friedhelm Nietiedt ist seit einem halben Jahrhundert Mitglied im Schützenverein Dickenberg.

Besonders stolz ist der Verein auch auf seinen Spielmannszug, der am Festwochenende nicht nur zusammen mit dem befreundeten Blasorchester Lienen für die musikalische Umrahmung sorgte, sondern einige auszeichnungswürdige Mitglieder besitzt. So war Gisbert Boermann, stellvertretender Vorsitzender des Volksmusikerbundes NRW, Kreisverband Münsterland, eigens angereist, um zwei Spielleute für 40-jährige Tätigkeit im Spielmannszug zu ehren: Christel Dirkes und ihr Bruder Erwin Eismann erhielten eine Ehrennadel in Gold, den Landesehrenteller sowie eine Urkunde für ihren langjährigen musikalischen Einsatz.

Eismann wurde außerdem noch eine besondere Ehre zuteil: Für seine Dirigententätigkeit erhielt er die goldene Dirigentennadel mit Diamant sowie die Ehrenurkunde des BDMV (Bundesverband deutscher Musikvereine).

Doch auch der Nachwuchs im Spielmannszug braucht sich nicht zu verstecken. Zwei weitere Geschwister wurden während des Schützenfestes von Gisbert Boermann geehrt: Für ihre bestandene D3-Prüfung erhielt Miriam Rohwetter die goldene Ehrennadel; ihre Schwester Marlena Rohwetter wurde für die bestandene D2-Prüfung mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

Wie schon am Abend zuvor wurde auch am Sonntag Abend noch lange bei schönstem Wetter getanzt und gefeiert.

Startseite