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Tecklenburger Land

Die 2. Bundesliga schaut nach Osnabrück...

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Osnabrück. Es kann ein Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt werden – aber weder ein Denkmal für den Triumph noch ein Grabstein für die Hoffnungen. Der VfL Osnabrück will heute (20.15 Uhr) gegen den 1. FC Kaiserslautern die Tugenden zeigen, mit der die Mannschaft bisher oft begeistert hat: Unbekümmertheit und Offensivschwung, Einsatzwillen und Leidenschaft.

Das erste Gastspiel der Pfälzer an der Bremer Brücke hat jene Brisanz, die den Fußball so reizvoll macht: Dem VfL winkt Platz 11 (bei einem Sieg), es droht ein Abstiegsplatz (bei einer Niederlage). Eins muss man den Planern beim Deutschen Sport-Fernsehen (DSF) lassen: Bei der Auswahl ihrer Livespiele haben sie ein gutes Händchen. Die bisherigen Ergebnisse des 26. Spieltages machen den Abstiegskampf zur Attraktion der 2. Bundesliga – und die Partie an der Bremer Brücke krönt das Wochenende mit einem Schlüsselspiel. Die 2. Bundesliga schaut nach Osnabrück – und die 1. Bundesliga guckt auch hin: Sechs Clubs, darunter Hannover 96, Borussia Dortmund, der HSV und Bayer Leverkusen, haben sich angekündigt.

Gestern Abend bat Trainer Claus-Dieter Wollitz das Abschlusstraining ins Stadion. Bei guter Stimmung wurden Eckbälle und Freistöße geprobt, Flanken und Torabschlussübungen vervollständigten das Programm.

Aufschluss über die offenen Fragen der Aufstellung ergab das Training nicht: Somit bleibt offen, ob Tino Berbig oder Frederik Gößling im Tor stehen wird; die Tendenz zu einem Wechsel basiert auf Spekulation und Vermutung, liegt aber nahe. Mathias Surmann und Bilal Aziz trainierten problemlos mit, beide werden mindestens zum Aufgebot gehören. Ob das auch für den vor vier Wochen operierten Gaetano Manno gilt, ließ Wollitz offen. Für Oliver Beer ist die Saison zu Ende. Der Abwehrspieler zog sich im Training einen Aduktorenabriss im linken Oberschenkel zu. Die unumgängliche Operation soll bald durchgeführt werden.

Die Lauterer machten gestern mit der Demission des dritten sportlichen Leiters in der laufenden Saison bundesweit Schlagzeilen: Vor der Abreise nach Osnabrück teilte Fritz Fuchs gestern seinen Schritt der Mannschaft mit. Fuchs hatte erst am 3. Januar das Amt übernommen, auf dem zuvor schon Michael Schjönberg und Klaus Toppmöller gescheitert waren.

Den Grund für seinen Rückzug behielt Fuchs nicht für sich: Weil er von den Verhandlungen mit dem Pfälzer Idol Stefan Kuntz aus Bochum und nicht von der FCK-Führung erfahren hatte, warf er die Brocken hin: „Das ist mir gegenüber ein Vertrauensbruch hoch drei. Eine solche Personalie muss einstimmig beschlossen werden“. Ex-Bundesliga-Trainer Fuchs kündigte für das Saisonende weitere Erklärungen an: „Dann packe ich aus.“

Unsere Prognose: Das wird der Tag des VfL – hochkonzentriert, kompakt und selbstbewusst wird die Mannschaft vom Publikum getragen und gewinnt 3:1.

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