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Die Erde ist wie ein Puzzle

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In Griechenland hat gestern Morgen die Erde gebebt und viele Menschen in Schrecken versetzt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Aber warum wackelt die Erde eigentlich?

Der Planet Erde ist keine starre Kugel. Er lebt. Im Innern ist er sehr heiß und zum Teil flüssig. Auch die äußerste Haut der Erde ist nicht starr. Man kann sie sich eher vorstellen wie ein Puzzle. Und die Puzzleteile bewegen sich. Sie rutschen langsam aneinander entlang, rempeln sich an und schieben sich über- und untereinander. So sind an den Platten auch Falten, Risse und Bruchkanten entstanden.

Bei dem ganzen Geschiebe und Gerempel haken die Platten an den Kanten manchmal fest. Doch der Rest der Platte bewegt sich weiter. So staut sich die Energie, die die Platte normalerweise weiterschieben würde, auf. Irgendwann lösen sich die Verhakungen – und die ganze aufgestaute Energie wird mit einem Mal frei. Dann strahlt sie in alle Richtungen aus – wie Wellen in einem Teich.

Die Schockwellen bei einem Erdbeben erschüttern die Erde. Wenn die Welle die Oberfläche erreicht, lässt sie sie beben – und Häuser und uns auf ihr gleich mit. Ein Erdbeben ist also der natürliche Vorgang, bei dem sich die angespannte Erdkruste wieder entspannt. (dpa)

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