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Die Ersten auf dem Gipfel

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Vor 55 Jahren standen zum ersten Mal Menschen auf dem höchsten Punkt der Erde, dem Mount Everest. Viele waren vorher beim Versuch der Besteigung gescheitert. Der Berg ist fast neun Kilometer hoch, genauer gesagt: 8848 Meter. In dieser Höhe fliegen sonst Flugzeuge.

1924 versuchten zwei englische Bergsteiger, den Mount Everest zu erklimmen – sie kamen nie zurück. 1933 schafften es drei Bergsteiger auf 8400 Meter. Dann wurden sie krank, und das Wetter wurde schlecht. Sie drehten um.

1953 unternahm eine britische Gruppe einen neuen Versuch. Erfahrene Bergsteiger bereiteten sich in Wales vor, dann schlugen sie in Nepal ein Basislager auf. Der Mount Everest steht an der Grenze zwischen Nepal und China. Die Gruppe war die erste, die Sauerstoffgeräte mitnahm. Oben auf dem Berg enthält die Luft nur wenig Sauerstoff. Dadurch kann man kaum noch atmen. Die Teilnehmer hatten auch Aluminiumleitern dabei, um sie über Gletscherspalten zu legen.

Aus der Mannschaft wurden zwei Zweiergruppen gebildet. Eine sollte den Aufstieg schaffen. Damit den Abenteurern das Essen nicht ausgeht, bauten sie am Südsattel des Mount Everest eine Art Treppe in den Berg. So konnten die Lastenträger – die Sherpas – die Verpflegung ein Stück höher tragen.

Das erste Pärchen musste umkehren, weil ein Sauerstoffgerät kaputt war. Dann versuchten der Neuseeländer Edmund Hillary und der Sherpa Tenzing Norgay ihr Glück. Am 29. Mai 1953 brachen sie auf. Auf 8700 Metern mussten sie noch eine zwölf Meter hohe Wand bezwingen. Kurz darauf hatten sie es geschafft: Die beiden standen auf dem Gipfel des Mount Everest.

Beide Erstbesteiger leben nicht mehr. Edmund Hillary starb im Januar, Tenzing Norgay schon 1986. (dpa)

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