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Die finanzielle Gesundung schreitet voran

Uwe Peppenhorst

Münster - Der USC ist auf dem Wege der finanziellen Gesundung im Geschäftsjahr 2009/2010 erneut einen Schritt voran gekommen. Das geht aus dem Bericht hervor, den der Vizepräsident Finanzen, Martin Gesigora, gestern Abend den Mitgliedern vorstellte und erläuterte. Danach konnten die Verbindlichkeiten in der Zeit vom 1. Juli 2009 bis zum 30. Juni 2010 um 62 500 auf aktuell 208 800,99 (Vorjahr 271 334,55) Euro reduziert werden. „Das beweist zum einen, dass wir vernünftig gewirtschaftet haben. Zum anderen zeigt es aber auch, dass wir aus dem gröbsten heraus sind und zuversichtlich in die Zukunft blicken können“, so Gesigora in einem Gespräch mit unserer Zeitung, das wenige Stunden vor der Mitgliederversammlung stattfand.

Doch nicht nur die Tatsache, dass die Verbindlichkeiten weiter gesenkt werden konnten, gibt aus Sicht von Gesigora Anlass zur Zufriedenheit. Vielmehr sind es viele weitere Mosaiksteinchen, die den Vizepräsidenten Finanzen optimistisch in die Zukunft schauen lassen. So beispielsweise die Tatsache, dass Hauptsponsor LVM seinen Vertrag erst kürzlich vorzeitig um fünf (!) Jahre bis zum 30. Juni 2016 verlängert hat. „Das gibt uns Planungssicherheit“, sagt Gesigora und verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass es gelungen sei, weitere Sponsoren ins Boot zu holen. So das UKM und die Firmengruppe Brück. Ganz zufrieden freilich ist er damit noch nicht: „Schön wäre es, wenn wir es schaffen würden, zumindest noch zwei, drei weitere Sponsoren im mittleren Segment hinzuzugewinnen.“

Doch zurück zu den Zahlen. In der Gewinn- und Verlustrechnung für das Spieljahr 2009/2010 fallen im Vergleich zum Vorjahr einige gravierende Veränderungen auf. So gelang es auf der Einnahmenseite die Eintrittsgelder deutlich zu steigern (von 33 861 auf 54 879 Euro). Auch bei den sonstigen Erträgen (dazu gehört beispielsweise das Krankengeld) gab es ein Plus. Statt 15 399 wurden in diesem Bereich 30 571 Euro eingenommen. Dagegen gingen die Einnahmen aus Sponsoring und Spenden leicht von 649 120 auf 646 160 Euro zurück. Ebenso die Mitgliedsbeiträge. Hier wurden 26 563 (Vorjahr 28 516) verbucht. Insgesamt standen Einnahmen von 789 821 Euro zu Buche.

Ausgegeben wurden im gleichen Zeitraum 778 945 Euro. Der mit Abstand größte Batzen sind dabei die Personalkosten. 426 833 (Vorjahr 427 172 Euro) wurden hier aufgewendet. Deutlich gestiegen sind vor allem die Reisekosten (51 528 statt 37 962 Euro). Dagegen konnten die Kosten für den allgemeinen Spielbetrieb um fast 20 000 Euro von 95 418 auf 77 887 gesenkt werden.

Und noch ein Letztes: Positiv sind die vorgelegten Zahlen auch deshalb zu bewerten, weil die Verbindlichkeiten durch ein langfristiges Darlehen des Hauptsponsors in Höhe von 250 000 Euro mehr als gedeckt sind. Das Besondere dabei: Dieses Darlehen muss nicht unbedingt in barer Münze zurückgezahlt werden, es kann auch durch Erfolge abgetragen werden. Im Klartext: Je erfolgreicher der USC in den nächsten Jahren spielt, umso schneller sinkt die Darlehnssumme. Sollte das Team von Trainer Axel Büring in der kommenden Bundesliga-Saison beispielsweise Platz fünf belegen, würden auf Anhieb 50 000 getilgt. Und bei jeder besseren Platzierung erhöht sich der Betrag.

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