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Die Geburt der Regentropfen

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Wenn Regentropfen auf die Erde trommeln, haben sie eine lange Reise hinter sich. Denn sie entstehen hoch oben in den Wolken. Diese Wolken sind höher als die höchsten Berge der Welt. Es ist sehr kalt dort, sogar im Sommer. Das Wasser der Wolken gefriert in der Kälte zu Eiskristallen. Aus ihnen werden Regentropfen.

Das dauert aber eine Weile. Am Anfang schweben die Eiskristalle ganz langsam abwärts. Weiter unten in der Wolke ist es wärmer. Dort schmelzen die Kristalle, und es werden Wassertröpfchen daraus. Auch sie sind winzig. Aber in der Wolke gibt es so viele Tröpfchen, dass sie ständig zusammenstoßen. Zwei Tröpfchen, die sich treffen und aneinander hängen bleiben, verschmelzen zu einem einzigen Tropfen. Das passiert immer wieder – so wird der Tropfen dicker. Er fällt auch immer schneller. Wenn er als Regentropfen am Boden ankommt, ist er so schnell wie ein Läufer beim Wettrennen. Darum erkennt man keine einzelnen Tropfen, sondern sieht nur lauter Striche. Das Auge kann den Tropfen nicht so schnell folgen.

Wenn es könnte, wären wir ziemlich überrascht. Denn wie sieht ein Regentropen aus? Die meisten Menschen würden wohl eine Kugel mit einem Schwanz oben dran zeichnen. Dabei sieht er ganz anders aus! In Wirklichkeit hat ein Regentropfen die Form einer platten Linse. Das kommt, weil er so schnell durch die Luft saust. Dabei drückt ihn die Luft platt. (dpa)

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