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Neujahrsempfang St. Anna

Die Gemeinde ist gewachsen

wn

Neuenkirchen. Das Karl-Leisner-Haus war mehr als voll besetzt, als Markus Fischer, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, am Sonntag den Neujahrsempfang 2010 eröffnete. Viele bekamen keinen Stuhl mehr und mussten stehen. Zu viele Gemeindemitglieder wollten erfahren, was war und was das Jubiläumsjahr bringen wird. Musikalisch begleitet wurde der Empfang durch die neu gegründete Jugendgruppe „Annaconda“.

Hauptpunkte waren natürlich die Vorstellung des „Kirchenjubiläums 2010 - Leben in Fülle“ sowie die Verleihung der beiden Ehren-Annas (siehe Extra-Artikel). Doch davor hat der Liebe Gott trockene Zahlen gesetzt: Pastor Michael Langenfeld berichtete über das vergangene Jahr. 11169 Gemeindemitglieder gibt es in St. Anna und St. Josef, 267 mehr als 2008. „Zusätzliche Geburten sind es nicht, es können also nur Zuwanderer sein“, bemerkte er. Taufen sind etwas zurückgegangen (minus acht), das deckt sich mit der Geburtenrate der Gemeinde. Silber-, Gold- und Diamanthochzeiten sind um zwei zurückgegangen. „Manchmal sind trockene Zahlen doch nützlich“, bemerkte Langenfeld. „Mein Gefühl sagte mir, wir hätten viel mehr Goldhochzeiten als sonst. Dem ist aber nicht so. Gefühlt sank für mich auch die Zahl der Gemeindemitglieder. War auch falsch.“

In seiner Rückschau auf 2009 hob er besonders den Besuch der Emmanuel-Gemeinde im März und ihr Musical „Maria Magdalena“ heraus. Ebenso auch die plattdeutsche Messe mit Pater Bickel, die Floriansmesse mit dem Musikzug der Feuerwehr, der sein 125-jähriges Jubiläum feierte, sowie die 72-Stunden-Aktion, „wo die Jugendliche auf dem Friedhof so richtig geschuftet haben“. Überhaupt seien auf dem alten Teil des Friedhofs weitere Wege barrierefrei ausgebaut sowie Bänke, Kannenhalter und Wasserstellen neu errichtet worden. Der Ausbau gehe weiter.

Bei den Spenden für bischöfliche Hilfswerke wie Adveniat, Miserior und Missio gab es ein deutliches Minus, dafür ein herausragendes Plus bei Projekten der Kirchengemeinde, zum Beispiel für die „Initiative Südafrika“ und die Beleuchtung der Kirche. Die Renovierung sei so gut wie abgeschlossen, Restarbeiten gebe es noch in der Sakristei und oben im Turm. „Die Spenden und Kollekten ohne die Kollekten, die für unsere Kirchengemeinde bestimmt waren, ist in 2009 um noch einmal gut 14 % gestiegen, und das, nachdem wir 2008 schon eine Steigerung um 22 % zu verzeichnen hatten!“ staunte selbst Langenfeld. Eine deutliche Verlagerung der Spenden von den bischöflichen Hilfswerken zu den Notwendigkeiten in der eigenen Gemeinde.

„In unserer Kirchengemeinde zeichnen sich wie schon im letzten Jahr zwei entgegengesetzte Bewegungen ab“, schlussfolgerte Lagenfeld. „Einerseits ein verdunstender Glaube und eine schleichende Entfernung von unserer Gemeinde, aber andererseits ein neues Interesse am christlichen Glauben und eine weiter wachsende Bereitschaft, sich in der Gemeinde zu engagieren“.

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