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Ahlener SG

Die guten alten Zeiten

André Fischer

Ahlen - Es war wie in alten Zeiten, beinahe so, als ob die ASG durch den verdienten 32:30-Erfolg gegen den VfL Bad Schwartau am Freitag nach Höherem strebt, Tuchfühlung zur Spitze hält. Körpersprache und Mimik waren eindeutig, das Siegerlächeln lag allen Rot-Weißen auf den Lippen. Der Dank an die begeisterten Fans kam von Herzen. Ist nun sogar wieder die Relegation drin?

Nein! Die Realität ist eine andere, stehen die Rot-Weißen nach der Verschmelzung mit dem ASV Hamm zur neuen Saison als Absteiger fest. Das Thema ist durch, die Platzierung am Ende der Spielzeit hat nicht mal mehr statistischen wert. Umso bemerkenswerter, dass sich Kapitän Björn Wiegers und Co. Spiel für Spiel neu motivieren, sich nicht hängen lassen und weiter Vollgas geben. „Das sind wir unseren Fans doch schuldig“, sagt er, als sei das ganz normal. Ist es - jedenfalls in Ahlen. Und das honorieren die Zuschauer. Rund 700 waren diesmal zugegen und peitschten ihre Jungs nach vorn - eigentlich so wie immer. „Wir haben uns geschworen, dass wir bis zum letzten Spieltag Gas geben. Ich bin stolz, Teil dieser Truppe zu sein“, so Youngster Merten Krings, der mit zu den auffälligsten Spielern auf dem Parkett gehörte. Eine Abschiedstour, die richtig Spaß macht.

Den Sieg der Gastgeber hatte Tobias Skerka, Ex-Rückraum-„Shooter“ der ASG und mittlerweile in Diensten des VfL Bad Schwartau, so gar nicht auf der Rechnung: „Ich bin überrascht, wie sehr sich meine Ex-Kollegen nach all den Veränderungen noch reinhängen.“ Skerka selbst war wie im Hinspiel wegen seiner Schulterverletzung nicht mit von der Partie und daher auch nicht in der Halle. „Ich wäre gern gekommen, aber ich habe am Freitag bis in den Nachmittag hinein gearbeitet. Sich dann noch ins Auto zu setzen hätte nichts gebracht.“ Erst ein Spiel hat der 34-Jähriger in dieser Saison machen können - das erste gegen Rostock. Danach ging nichts mehr. Vermutlich ist für Skerka nach dieser Spielzeit Schluss. Möglich, dass er dem Club in einer anderen Funktion erhalten bleibt. „Unser Ziel heißt eingleisige Zweite Liga. Das wird schwer genug.“

Ein dickes Lob hatte auch Schwartaus Kreisläufer Martin Zeschke für die ASG parat: „Ich hätte hier mit weniger Gegenwehr gerechnet. Der Sieg für Ahlen ist verdient. Keine Frage.“

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