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USC Münster

Die Leiden der Libera

Wilfried Sprenger

Münster - Diese Sache zieht sich hin. Inzwischen viel länger als befürchtet. Vielleicht kommt Linda Dörendahl in dieser Saison gar nicht mehr auf die Volleyball-Bühne zurück. Ein Bruch im Bereich der großen Zehe bereitet der Libera des Volleyball-Bundesligisten USC Münster Probleme. Nach mehrwöchiger Schonung wollte die 26-Jährige ursprünglich schon mitte des Monats beim Gastspiel in Köpenick zurückkehren. Daraus wurde nichts. „Es ist sogar wieder schlimmer geworden“, sagt Trainer Axel Büring.

Seit Wochen hat Dörendahl ihren Platz auf der Bank. Sie leidet, weil sie so gern mitspielen würde. Aber das geht nicht. Auch morgen nicht im Heimspiel gegen Hamburg (Anpfiff 14.30 Uhr, Berg Fidel). Obwohl Dörendahl nicht unmittelbar eingreifen kann, hält sie die Nähe zur Mannschaft. Sie macht jede Auswärtsfahrt mit und ist auch fast in jedem Training dabei. Coach Axel Büring schätzt dies. Er sagt: „Linda steht sportlich außen vor, dennoch gibt sie dem Team auch jetzt unheimlich viel.“

Gegen Hamburg wird Dörendahl ihre Spielkameradinnen wieder anfeuern. Wenn das Wochenende optimal läuft, könnten sich die Unabhängigen vom neunten auf den siebten Platz verbessern. Doch kampflos werden die Hanseatinnen das Feld nicht räumen. Nach bislang enttäuschendem Saisonverlauf wollen sie wenigstens Rang fünf erreichen. Der würde ihnen einen Startplatz im Europapokal garantieren.

Gestern sorgte das Nordlicht mit einem spektakulären Wechsel für Schlagzeilen. Zur neuen Saison wird Kim Staelens die Mannschaft verstärken. Die niederländische Nationalspielerin kehrt nach ihrer Babypause auf das Spielfeld zurück und unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag. Trainiert wird die Zuspielerin künftig von ihrem Vater Jean-Pierre Staelens. „Es ist natürlich ein Traum, die eigene Tochter zu coachen. Und es wird nie ein Problem sein, denn wir können Arbeit und Familie trennen“, sagte der Trainer bei der Vorstellung.

Die Beschäftigung in Hamburg ist Kim Staelens zweites Engagement in der Bundesliga. 2004 und 2005 spielte die Blondine für den USC Münster und wurde mit den Unabhängigen Deutscher Meister und Pokalsieger. Allerdings war Staelens in dieser Zeit nach Kreuzbandriss 14 Monate lang verletzt.

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