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Landtagswahl NRW 2010

Die Spannung steigt - Noch geringere Wahlbeteiligung in NRW als 2005

wn

Düsseldorf - Die Beteiligung an der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen bleibt trotz des erwarteten knappen Wahlausgangs mäßig. Zwei Stunden vor Schließung der Wahllokale waren in den größten Städten des Landes weniger Menschen zur Wahl gegangen als 2005. In Köln und Essen beispielsweise registrierten die Wahlämter um 16.00 Uhr eine Quote von 46,7 Prozent beziehungsweise von 50,2 Prozent. Das waren knapp zwei Prozentpunkte weniger als vor fünf Jahren. Insgesamt hatten in NRW damals landesweit 63 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben. Im Jahr 2000 war die Wahlbeteiligung mit 56,7 Prozent auf ihren bisherigen Tiefstand gefallen. Der Ausgang der Wahl im bevölkerungsreichsten Bundesland gilt als offen. So muss die schwarz-gelbe Koalition von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) den jüngsten Umfragen zufolge zittern, ob sie ihre 2005 errungene Mehrheit verteidigen kann. Seine Herausforderin Hannelore Kraft von der SPD möchte an der Spitze einer rot-grünen Koalition die erste Ministerpräsidentin in Nordrhein-Westfalen werden. Die Wahllokale haben noch bis 18.00 Uhr geöffnet - unmittelbar danach werden erste Prognosen und Hochrechnungen veröffentlicht. Im bevölkerungsreichsten Bundesland sind rund 13,3 Millionen Bürger sind zur Abgabe ihrer Stimmen aufgerufen. Die Wahl dürfte auch Auswirkungen auf die Bundespolitik haben, da sie über die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat entscheidet. Landeswahlleiterin Helga Bock rief die Bürger am Mittag noch einmal auf, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen.

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