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Cine-Lenz

"Die Stiefbrüder" und andere außergewöhnliche Filmgeschwister

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<1>Es gab die Marx und die Blues und die Super Mario Brothers, Lucky Lukes deppige Daltons und viele andere: Brüder sind ein dankbares Filmthema, besonders wenn sie so verschroben sind wie Will Ferrell und John C. Reilly in „Die Stiefbrüder“.

Die beiden Komiker spielen in der Slapstick-Klamotte zwei in die Jahre gekommene Nesthocker, die von verzogenen Einzelkindern zu kampflustigen Stiefgeschwistern mutieren, als ihre alleinerziehenden Elternteile heiraten. Hier eine völlig subjektive Auswahl aus zigtausend bemerkenswerten Film-Brüderpaaren.

Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito in „Twins“ (1988):

Sie sind die Früchte eines Gen-Experiments: Gouvernator Schwarzenegger als bodybuildende Geistesgröße und der zwergwüchsige Klamauk-Veteran DeVito als sein kleinkrimineller Bruder begeben sich auf die Suche nach der gemeinsamen Mutter. Die unmögliche Hauptdarsteller-Kombi machte die seichte Plotte zum Komödien-Klassiker.

Matt Damon und Greg Kinnear in „Unzertrennlich“ (2003):

Sie führen eine Frittenbude, sie spielen Eishockey, sie kommen bestens miteinander aus. Sollten sie auch, denn sie sind siamesische Zwillinge. Der eine will aber Schauspieler in Hollywood werden, da muss der andere mit, und beide merken, wie hart es ist, im Schatten des anderen zu stehen, wenn das Rampenlicht nur zwanzig Zentimeter entfernt gleißt. Und wie man mit Eva Mendes schläft, wenn der Bruder am Rücken klebt. Gewohnt Witziges von den geschmacksentgleisten Farrelly-Brüdern.

Phillip Seymour Hoffman und Ethan Hawke in „Tödliche Entscheidung“ (2007):

Bah! Die fiesesten Filmbrüder des bisherigen Kinojahrs: Hoffman spielt einen korrupten Buchhalter und Hawke einen ehebrecherischen Bankrotteur. Beim Überfall aufs elterliche Juweliergeschäft stirbt die Mutter, und der Vater begibt sich auf einen Rachefeldzug. Großartiges Krimidrama über das genaue Gegenteil von Brüderlichkeit.

Nicolas Cage und Nicolas Cage in „Adaption“ (2002):

Cage spielt einen genialischen, aber erfolglosen Drehbuchautoren, dessen Bruder, den Cage ebenfalls spielt, per Zufall zum simpel gestrickten, dafür erfolgreichen Drehbuchautoren wird, worauf der erste genialische Drehbuchautor sich selbst und den Bruder als Drehbuchautoren in sein eigenes Drehbuch einbaut. Klingt wirr? Soll diese herrliche Filmsatire auch sein.

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