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Die Welt leuchtet in hellen Farben

Heiner Gerull

Münster - Die Welt des USC leuchtet in hellen Farben. Nach dem 3:2 gegen Vilsbiburg stahlen die Unabhängigen am Samstagabend mit dem 3:1 (25:18, 15:25, 25:16, 25:16) auch dem Köpenicker SC die Show und ließen den zweiten Sieg folgen. Ähnlich erfolgreich war der USC zuletzt in der Saison 2006/07, wobei Trainer Axel Büring den Start allerdings nicht überbewerten wollte: „Wir haben gut gearbeitet und sind dafür belohnt worden. Man darf jedoch nicht übersehen, dass noch viel Arbeit auf uns wartet.“

Alles war hergerichtet für einen unvergesslichen Abend in Köpenick. 1000 Zuschauer hatten sich zur offiziellen Inbetriebnahme der Sporthalle an der Hämmerlingstraße eingefunden. Unter den zahlreichen Ehrengästen befand sich auch Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Bundestag. Er sah einen Auftakt, der ganz nach dem Geschmack der meisten Zuschauer war. Denn der SC Köpenick begann überaus konzentriert und setzte den USC mit starkem Aufschlägen mächtig unter Druck. So behaupteten die Gastgeberinnen eine 8:4-Führung, die aber nicht lange Bestand hatte. Denn der USC steigerte sich, entwickelte in der Ballannahme Sicherheit, so dass der Vorsprung des KSC schmolz. Nach der zweiten technischen Auszeit hatten die Unabhängigen endgültig ihre Betriebstemperatur erreicht. Insbesondere traf das auf Lea Hildebrand und Gwendoline Horemans zu, die als unüberwindbarer Block in zunehmenden Maße manch einen Punkt beisteuerten. Da sich auch Libera Steffi Golla zu steigern vermochte und die Außenangreiferinnen Barbara Degi, Maren Brinker und Ines Bathen von sicheren Zuspielen ihrer Teamgefährtin Michaela Jelinkova profitierten, gelang es dem USC, den Rückstand in einen 16:14-Vorsprung umzumünzen. Mit dem 19:14 war die Vorentscheidung im ersten Satz gefallen. Am Ende hieß es 25:18.

Im zweiten Durchgang erlitt das Spiel des USC allerdings einen Bruch. Getragen auf einer Woge der Euphorie ging Köpenick mit 4:1 in Führung und setzte sich auf 10:4 ab. In dieser Phase lief nicht viel zusammen bei den Unabhängigen, die sich schließlich mit 15:25 geschlagen geben musste. Doch dann folgte eine ähnlich wundersame Wandlung wie bei der Saisonpremiere gegen Vilsbiburg.

Der USC zeigte sich weder von der Kulisse noch vom Satzverlust beeindruckt, sondern kehrte zielstrebig in die Erfolgsspur zurück. Nahtlos fügte sich dabei Kim Behrens ein, die Ines Bathen, die aufgrund einer Oberschenkel-Blessur angeschlagen ins Spiel gegangen war, im Außenangriff entlastete. Gleiches gilt für Katharina Holzgreve, die als Zuspielerin Akzente setzte. So erstickte der USC die aufkommenden Hoffnungen des KSC schon im Ansatz. Mit 25:16 ging der zweite Satz an den USC. „Wenn man auf diese Weise zurückkommt, ist das schon beeindruckend“, lobte selbst Büring den Auftritt seines Teams. Mit dem Gewinn des dritten Satzes hatte der USC den sympathischen Gastgeberinnen endgültig den Zahn gezogen. Das 25:16 im vierten Abschnitt besiegelte den Sieg des USC.

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