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Rot Weiss Ahlen

„Diese Niederlage wirft uns ganz bestimmt nicht um“

Cedric Gebhardt

Ahlen - „Wenn man auswärts zwei Tore schießt, sollte man schon einen Punkt mitnehmen“, findet Andree Kruphölter. Doch, Pustekuchen. RW Ahlens A-Junioren unterlagen bei Arminia Bielefeld mit 2:4.

Verantwortlich für diese ärgerliche Pleite waren zahlreiche individuelle Fehler in einer lediglich zwölf Minuten andauernden Schwächephase. Dieser kollektive Blackout aber kostete die Rot-Weißen einen möglichen Punktgewinn. Dabei legten die Ahlener gut los. Nach Flanke von Mutlu Kandal bugsierte Bertul Kocabas das Leder per Zehenspitze zum 1:0 in die Bielefelder Maschen. „Mit dieser Führung aber begann bei uns eine schwache Phase“, registrierte Andree Kruphölter argwöhnisch. Nur Sekunden nach dem Führungstor fingen sich die Gäste den 1:1-Ausgleich (8.) ausgerechnet durch den Ex-Ahlener Timo Achenbach ein. Sechs Zeigerumdrehungen später handelten sich die Rot-Weißen auch noch das 1:2 (14.) durch Benjamin Kolodzig ein, weil Damir Kurtovic über den Ball schlug und die restliche Abwehr zu behäbig ihre Arbeit verrichtete.

„Das hätten wir noch aufgeholt“, meint RW-Trainer Kruphölter, hätte sein Team in der 20. Minute nicht auch noch das 1:3 von Lennart Madroch schlucken müssen. Nun fingen sich die Ahlener, kamen durch Mutlu Kandal, Damir Kurtovic und Luka Tankulic zu guten Chancen. Tankulic, vormals bei den Profis im Pokal zweifacher Torschütze, verschoss zu allem Überfluss in der 30. Minute einen Foulelfmeter, den DSC-Keeper Ortega Morena parierte. Nach der Pause wollte RW noch einmal Druck entfachen. Doch abermals nach einem individuellen Fehler kassierten die Ahlener direkt nach Wiederanpfiff das 1:4 (46.) durch Gianluca Marzullo. RW dominierte weiterhin, kam aber erst in der 78. Minute durch Sadam Mehovic zum 2:4. Zu wenig, um doch noch einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Dennoch war Andree Kruphölter nicht unzufrieden: „Wenn man mal die Schwächephase ausnimmt, haben wir kein schlechtes Spiel abgeliefert. Diese Niederlage wirft uns jedenfalls nicht um. Wären die individuellen Fehler nicht gewesen, hätten wir hier auch was Zählbares mitgenommen. So aber wartet noch ein Lernprozess auf die Jungs“, resümierte Kruphölter.

RW A: Stiepermann - Volkmer, Blesz, Kurtovic, Vosbeck (47. Mehovic), Dahlhoff, Meschede, Mutlu (47. Schmidt), Schnier (56. Budak), Tankulic, Kocabas

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