1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Diesen Baum kann man hören

  6. >

Archiv

Diesen Baum kann man hören

wn

Blühende Lindenbäume kann man zur Zeit nicht nur riechen, sondern auch hören. Die Blüten verströmen einen Duft, der Bienen und Hummeln magisch anzieht. Die Sommerlinden blühen schon im Juni, wogegen die Winterlinde, die mit den kleineren Blättern, erst Anfang Juli mit der Blüte beginnt.

Aus den Blüten wird wegen der darin enthaltenen ätherischen Öle der begehrte Erkältungstee hergestellt. Und Lindenhonig gilt noch heute als Delikatesse.

Die Linde kann sehr alt werden. Man sagt ihr nach, dass sie „300 Jahre komme, 300 Jahre stehe und 300 Jahre vergehe“, also über 900 Jahre alt werden könne. Im Alter verliert eine Linde die typische bekannte Baumform mit Stamm und Krone, da das Holz kernfaul wird und häufig auseinander bricht. Daher werden alte Bäume oft mit Seilen und Stützen versehen.

Alte Linden sind wahre Tummelplätze für eine Vielzahl von Vogel- und Insektenarten und haben daher für den Artenschutz eine wichtige Bedeutung.

Die herzförmigen Lindenblätter waren früher ein Zeichen der Liebe und verzierten Brautgeschenke. So sollte Glück in die Ehe gebracht werden. Das Holz der Linde ist eines der besten Schnitzhölzer. Getrocknetes Lindenholz reißt und arbeitet kaum noch, es lässt sich leicht und in alle Schnittrichtungen sauber bearbeiten. Daher gehört seit jeher die Bildhauerei und Schnitzerei zu den Hauptverwendungsbereichen des Lindenholzes. Vielfach sind Altarfiguren oder Altäre aus Lindenholz geschnitzt.

Startseite