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DNA-Analyse: Mumifizierte Hand könnte die der Anna Katharina sein

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Buldern - Pfarrer Aloys Rohlmann ist überzeugt: Die mumifizierte Hand, die er hinter dem Schrein des Schutzpatrons in der St.-Pankratius-Kirche gefunden hat, stammt wirklich von Anna Katharina Emmerick. Mittlerweile liegen erste Untersuchungsergebnisse vor.

Rohlmann berichtet, dass Dr. Stephan Köhnemann, der im gerichtsmedizinischen Institut Münster die Hand derzeit untersucht, ihn angerufen und mitgeteilt habe, dass die DNA der Hand auch auf einer als echt bestätigten Emmerick-Reliquie gefunden wurde. Nur: Auf der Reliquie seien drei DNA-Spuren entdeckt worden, so Rohlmann. Daher gehen die Untersuchungen weiter. Köhnemann habe ihm gesagt: Es gibt kein Ausschlusspotenzial. Und das sei schon sehr viel, berichtet Rohlmann im DZ-Gespräch.

Nun wird die DNA der Hand mit der DNA eines Haarbüschels verglichen, dass angeblich von der Emmerick stammen soll. Die Haare gehörten zur Reliquiensammlung von Clemens Brentano und sind mittlerweile Eigentum der Gemeinde Heilig Kreuz. Nach Rücksprache mit Pfarrer Peter Nienhaus brachte Rohlmann einige der Haare ins Labor nach Münster. „Wenn die DNA wie die in der Hand ist, kann man sagen: Das ist die Emmerick“, so Rohlmann. Und Dülmen hätte dann noch eine weitere echte Emmerick-Reliquie, nämlich das Haarbüschel.

Des Weiteren werde versucht, die anderen beiden Erbinformationen von der Reliquie zuzuordnen, berichtet Bulderns Pfarrer weiter. Die Frage sei, wer den Ellenbogenknochen seit seiner Entnahme in der Hand hatte. Außerdem hat Rohlmann Pfarrer Johannes Hamanns gebeten nachzuforschen, ob es noch weibliche Nachkommen gebe. Denn DNA werde durch die Mutter weitergegeben. Würde etwa eine Nachfahrin der Emmerick-Schwester gefunden werden, könnte ihre DNA mit der der Hand verglichen werden. Westfalen

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