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Gemeinsame Übung der Löschzüge

Dolberg ist jetzt Vorhelms Nachbar

Christian Wolff

Vorhelm - Im Ernstfall wären zunächst die Ahlener am Zug, um die Wehrleute in Vorhelm zu unterstützen. „Wir tun jetzt einfach mal so, als ob Dolberg unser Nachbar wäre“, erklärt Vorhelms Zugführer Hubertus Heimann. Am Montagabend absolvieren die Löschzüge aus den beiden Dörfern eine gemeinsame Übung.

Menschenrettung, Riegelstellung und Brandbekämpfung sind die Stichworte, die es laut Heinrich Schlautmann und Martin Förster umzusetzen gilt. Beide haben die Übung gemeinsam ausgearbeitet und dürfen dafür ein Firmengebäude in Vorhelm-Bahnhof nutzen, das sich perfekt für die Ausgangslage eignet: Ein Mitarbeiter hat durch Unachtsamkeit eine Verpuffung in einer Lagerhalle ausgelöst. Da ein Holzkeil zwischen einer Brandschutztür liegt, kann Rauch ins Büro eindringen, so dass ein Mitarbeiter im oberen Stockwerk eingeschlossen ist. „Sowohl der Mitarbeiter in der Halle als auch der im Büro muss schnellstmöglich gerettet werden“, erklärte Heinrich Schlautmann gegenüber der „AZ“.

Die Zugmitglieder wissen davon noch nichts. Nach ihrem Eintreffen müssen sie sich erst einmal orientieren. Was für Außenstehende zunächst nach unnötiger Zeitverzögerung aussieht, ist nötig, um taktische Fehler zu vermeiden. „Würde der erste Trupp zum Beispiel direkt die Haustür aufreißen, könnte zu viel Sauerstoff ans Feuer gelangen und die Sache schlimmer machen, als sie ist“, erklärt Schlautmann.

Die Vorhelmer kümmern sich schließlich um die Rettung des Büroangestellten - per Leiter von außen - sowie die Brandbekämpfung von vorne. Die Dolberger beziehen im rückwärtigen Gebäudeteil Stellung, löschen von dort und verschaffen sich zugleich Zugang in die Lagerhalle, um den zweiten Vermissten zu finden. In beiden Fällen gelingt dies.

Sowohl die beiden Übungs-Macher als auch die Zugführer Hubertus Heimann und Harald Krämer sind letztlich zufrieden mit dem Übungsablauf.

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