1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Drei Wechsel bereits vor der Halbzeit

  6. >

Tecklenburger Land

Drei Wechsel bereits vor der Halbzeit

wn

Ibbenbüren. Bruno Graw, Trainer der ISV-Bezirksliga-Fußballer, war nicht amüsiert. „In der ersten Halbzeit sind wir zu vielleicht 40 Prozent in der Rückserie angekommen, in der zweiten Halbzeit zu 70 Prozent.“ In der Begegnung seiner Mannschaft gegen den FC Nordwalde war das gestern zu wenig. 1:2 (0:2) verloren die Ibbenbürener das Kreisderby.

Der Unmut des Trainers über die Leistung seiner Mannschaft fand seinen deutlichsten Niederschlag kurz vor dem Seitenwechsel. In der 42. Minute nämlich wechselte Bruno Graw – und erschöpfte sein Wechselkontingent komplett, indem er bereits vor der Pause drei neue Leute brachte: Philipp Bosse für Stefan Meyhöfer, Lukas Baar für Felix Hoppe und Adrian Vrankaj für Labinot Krasniqi.

Allerdings wollte Graw nicht diesen Dreien allein die Schuld für den 0:2-Pausenrückstand geben. „Ich hätte auch noch mehr Spieler auswechseln können“, sagt der ISV-Trainer. Nach dem Spiel erhielten lediglich zwei Akteure gute Noten von ihm: Kastriot Krasniqi und Lars Kenkel. „Alle anderen waren mehr mit sich selbst beschäftigt.“

Vor allem in der ersten Halbzeit bemängelte der ISV-Coach den Einsatzwillen seiner Spieler. „Die zweiten Bälle wollten wir scheinbar nicht haben“, sagt Bruno Graw. „Alles, was Nordwalde abgewehrt hat, ist auch bei Nordwalde angekommen.“ Und das taktische Verhalten bemängelte der Coach: Beide Treffer seien aufgrund taktischen Fehlverhaltens gefallen. In der 17. und in der 24. Minute nutzte jeweils Jens Wietheger die Fehler der ISV.

In der zweiten Halbzeit erarbeitete sich die ISV zwar eine optische Überlegenheit, ohne allerdings zu zwingenden Chancen zu kommen. „Nordwalde hat nur noch auf Konter gespielt, und wir haben es nicht geschafft, zum Torabschluss zu kommen.“ Auch der Anschlusstreffer durch Adrian Vrankaj in der 65. Minute sei eher ein Zufallsprodukt gewesen, meint Graw: „Das Tor kam aus dem Nichts.“ Nach Zuspiel von Kastriot Krasniqi hob Vrankaj den Ball mit dem Außenrist über den verdutzten Nordwalder Torwart.

Das war es aber auch schon für die ISV. In der Folgezeit war Nordwalde bei Kontern gefährlicher als die ISV bei ihren Ausgleichsbemühungen. „Ich verstehe nicht, wie man eine fünfwöchige Vorbereitung bestreiten und dann so wenig Biss an den Tag legen kann“, schimpfte Bruno Graw nach dem verlorenen Spiel.

Ibbenbürener SV: Zerhusen, Wienke, Meyhöfer (42. Bosse), F. Hoppe (42 L. Baar), G. Börgel, Lürwer, K. Krasniqi, Drieschner, L. Krasniqi (42. Vrankaj), Schrameyer, Kenkel.

Tore: 0:1, 0:2 Wietheger (17., 24.), 1:2 Vrankaj (65.).

Startseite