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Die Gegner / Regionalliga West

Düsseldorf kommt mit drei Ex-Preußen

Alexander Heflik

Münster - Als Fortuna Düsseldorf in der Saison 2000/01 erster Gegner der Preußen in einem Heimspiel war, begab sich Folgendes: Das Team des damaligen Trainers Stefan Grädler gewann vor 7000 Zuschauern mit 2:1 nach 0:1-Rückstand - und lieferte in der Folge eine Saison im Aufstiegskampf zur 2. Bundesliga ab. Damals nahmen die Adlerträger Schwung auf in der Partie gegen Düsseldorf.

Vielleicht ist das kein schlechtes Omen, wenn der SCP am morgigen Samstag im ersten Heimspiel der Regionalliga-Spielzeit 2010/11 den gleichen Gegner erwartet. Es gab in der Vergangenheit unangenehmere Gegner als die Fortuna, allerdings ist es dieses Mal „nur“ die Reserve der Rheinländer. Aber wenn die Preußen von Anfang ein gewichtiges Wort im Titelrennen mitreden wollen, dann sollte gefälligst gegen die Fortuna gewonnen werden.

Düsseldorfs Reserve ist mit einer 0:1-Heimniederlage gegen Aufstieger SC Wiedenbrück in die neue Spielzeit gestartet. So gesehen steht das Team von Trainer Goran Vucic bereits mächtig unter Druck. Nicht vergleichbar mit dem SCP, aber wie im Vorjahr ist der Klassenerhalt das Ziel, ein erster Punktgewinn in Münster kann da nicht schaden. Aber schließlich wurde die sogenannte U-23-Auswahl kräftig durchgemischt. Gleich 13 Positionen wurden neu besetzt.

Und mit Timo Scherping wurde ein Stürmer von den Preußen geholt. Scherpings Vertrag in Münster war nach drei Jahren ausgelaufen und der Stürmer zuletzt alles andere als zufrieden mit seiner Rolle. In der Oberligasaison 2007/08 kam der frisch aus der Jugend gekommene Scherping groß raus beim SCP. In 18 Spielen markierte er sieben Treffer. Die beiden Spielzeiten in der Regionalliga waren aber geprägt von einer langwierigen Knieverletzung und dem mühsamen Weg zurück zum Leistungssport. Nur beim SCP kam er nicht mehr zum Zuge. Gerade mal sechs Einsätze in zwei Jahren standen zu Buche. Scherpings Neuanfang in Düsseldorf macht Sinn. 0-1-1-3-0-1: So lautete die Torausbeute des mittlerweile 22-jährigen Gronauers in den Testspielen, Trainer Vucic setzt auf ihn als zentralen Stürmer.

Noch zwei weitere ehemalige Preußen gehören zum Fortuna-Aufgebot. Torwart Max Schulze-Niehues ist gesetzt, er ist die Nummer eins beim Regionalligisten. Zudem meldete sich Robert Magos zurück, er kam in seinem ersten Jahr bei der Fortuna verletzungsbedingt nur auf vier Einsätze. Im Testspiel gegen Straelen sammelte er zumindest eine Halbzeit Spielpraxis. Möglicherweise ist er morgen eine Alternative für einen Kurzeinsatz.

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