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Eckpunkte der Erbschaftsteuerreform

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Berlin – Bei der neu geregelten Erbschaftsteuer werden Betriebsvermögen und Immobilen höher bewertet. Privilegien, Freibeträge und unterschiedliche Steuersätze je nach Verwandtschaft und Vermögenshöhe gibt es weiterhin:

WOHNUNGS-FREIBETRAG: Witwer, Witwen, eingetragene Lebenspartner und Kinder können ein Wohnhaus steuerfrei erben oder geschenkt bekommen, wenn sie dieses zehn Jahre lang weiter bewohnen. Es gibt keine Wertgrenze. Für Kinder gilt, dass die Wohnfläche des Elternhauses nicht größer ist als 200 Quadratmeter. Für die darüber liegende Fläche greift der persönliche Freibetrag von 400 000 Euro.

PERSÖNLICHE FREIBETRÄGE: Die höhere Bewertung des Vermögens soll durch höhere Freibeträge für Ehegatten, Kinder und Enkel (Steuerklasse I) ausgeglichen werden. Für Ehegatten steigt der Freibetrag von 307 000 auf 500 000 Euro, für Kinder von 205 000 auf 400 000 und für Enkel von 51 200 auf 200 000 Euro.

STEUERSÄTZE: In Steuerklasse I werden sie nicht geändert und liegen je nach Vermögenshöhe weiter zwischen 7 und 30 Prozent. Für geerbtes Vermögen bis 75 000 Euro wird der Steuersatz in Klasse I bei 7 Prozent liegen, in Steuerklasse II wird er von 12 auf 30 Prozent und in Steuerklasse III von 17 auf 30 Prozent steigen. Der Höchstsatz von 30 Prozent in Steuerklasse I wird erst von mehr als 26 Millionen Euro an gelten.

FIRMENERBEN: Das Erben von Firmen kann steuerfrei bleiben, wenn der Betrieb zehn Jahre lang fortgeführt wird und die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Mindestens 90 Prozent des Betriebsvermögens müssen in der Produktion gebunden sein. Alternativ kann eine siebenjährige Haltefrist gewählt werden.

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