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Rot Weiss Ahlen

Eigentor lässt RW 2 in Rheine verzweifeln

Marco Stiemke

Ahlen/Rheine - So ein Eigentor ist schon eine fiese Angelegenheit für jeden Fußballspieler. Besonders, wenn es einem acht Minuten vor dem Spielende widerfährt und es auch noch dafür sorgt, dass die eigene Mannschaft am Ende verliert. So bitter erging es RW-Verteidiger Moritz Kickermann beim Spiel der Ahlener gegen Eintracht Rheine. Der Tabellenzweite, die Mannschaft von Coach Uli Laustroer, trat wie gewohnt selbstbewusst und zielstrebig an. Auch wenn der Trainer auf Samet Akyüz (Grippe) verzichten musste, dominierte RW 2 gegen die Gastgeber aus Rheine. Doch Überlegenheit schützt auch nicht vor Gegentoren, und so jubelten die heimischen Fans bereits in der sechsten Minute, als Ahlens U23 früh in Rückstand geriet. Davon unbeeindruckt traf Suri Ucar noch vor dem Seitenwechsel zum verdienten Ausgleich (42.).

Fortan waren die Mannen von Laustroer am Drücker, doch ob David Blacha oder Torschütze Ucar, keiner traf. Trotz zahlreicher Chancen dauerte es bis zur 58. Minute, ehe Blacha nach Flanke von Mohammed Bulut den Führungstreffer erzielte. Zu diesem Zeitpunkt hätten wohl nicht einmal die Fans aus Rheine einen müden Groschen auf einen Sieg ihrer Elf gesetzt. „Wir haben das Geschehen auf dem Rasen kontrolliert und hatten den Gegner absolut im Griff. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte ein dennoch enttäuschter Uli Laustroer nach verrückten 90 Minuten. Wie aus dem Nichts landete ein Sonntagsschuss von Rheine im Netz von Alexander Hahnemann (62.) und in der 82. Minute war es Pechvogel Kickermann, der den Gastgebern noch den „Dreier“ schenkte. Der ansonst souveräne Moritz Kickermann traf per Kopfball unglücklich ins eigene Netz und ganz Rheine feierte. Selbst als David Blacha alleine vor dem Schlussmann der Eintracht auftauchte, gelang der Ausgleich nicht mehr. Und auch Miguel Dotor-Ledo verfehlte das Tor in der 90. Minute nur denkbar knapp. Wie gewonnen, so zerronnen müssen die Ahlener nach dem Sieg gegen Münster 2 nun wieder auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen, um die gute Ausgangsposition in der Liga zu wahren. „Wir bestimmen das gesamte Spiel und verlieren dann durch solch ein Eigentor. Solche Tage gibt es leider auch im Fußball, aber wir haben ein geiles Spiel abgeliefert“, erklärte Laustroer, der auf die Leistung seines Teams somit weiterhin aufbauen kann. Denn auch ein „geiles Spiel“ kann mal verloren gehen. So geschehen in Rheine.

RW Ahlen 2: Hahnemann - Dotor-Ledo, Bouasker, Kickermann, Sener - Krahn, Manstein, Ucar, Kinscher - Blacha, Bulut

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