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Ein dickes Polster

Alexander Heflik

Münster. Das Wichtigste vorweg: Preußen Münster hat nun neun Punkte Vorsprung auf Rang fünf, und damit ein dickes Polster im Kampf um die Qualifikation für die zukünftige Regionalliga. 15 Spieltage stehen noch aus. Neun Zähler trennen den SCP nach dem 2:0-Heimspielerfolg über den SC Wiedenbrück vom Hammer SV. Kein Fehlstart, kein Gestottere des Motors, alles im Fluss – so oder so ähnlich hieß es nach dem Sieg im Nachholspiel.

„Wir hätten gerne auf Platz eins überwintert. So ist es aber auch in Ordnung“, erklärte Teammanager Carsten Gockel nach der Partie. Münster ist wieder Spitzenreiter. Immerhin 3561 Zuschauer sahen sich die eindimensionale Partie an, die ihre Spannung nach dem frühen Tor von David Lauretta vor allem daraus bezog, dass dem Gastgeber lange kein zweiter Treffer gelingen wollte. Erst Mehmet Kara (78.) traf zum 2:0. Es bleibt ein Luxusproblem, dass der erfolgreichste Angriff der Oberliga (41 Tore) eigentlich viel zu viele Möglichkeiten „verdaddelt“. Gegen technisch ordentliche, aber insgesamt überforderte Gäste aus Wiedenbrück, fiel das nicht ins Gewicht. Will der SCP aber die Regionalliga-Qualifikation als Meister schaffen, muss er qualitativ beim Toreschießen zulegen.

Sorgen bereiten Trainer Roger Schmidt zwei Akteure. Abwehrspieler Jens Wissing schleppt eine Knieblessur mit sich herum, niemand weiß genau die Ursache, möglicherweise gibt eine Computer-Tomographie neue Aufschlüsse. Zudem bekam der 19-Jährige vom ehemaligen Bundesliga-Spieler Dirk Flock noch einen schmerzhaften Tritt auf den Spann verpasst. Auch Mehmet Kara humpelte nach der Partie vom Feld. Der dribbelfreudige Regisseur des SCP genießt in der Oberliga weiterhin keinen Artenschutz.

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