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Nabu-Serie

Ein Edler unter den Kräutern

Nicht hoch zu Ross, aber mit einem sehr langen Blütenkelch, der tatsächlich an den Sporn eines Ritters zum Antreiben eines Schlachtrosses erinnert, präsentiert sich der Ackerrittersporn. Mit seinen schönen...

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Nicht hoch zu Ross, aber mit einem sehr langen Blütenkelch, der tatsächlich an den Sporn eines Ritters zum Antreiben eines Schlachtrosses erinnert, präsentiert sich der Ackerrittersporn. Mit seinen schönen, blau-violetten Blüten zieht der Ackerrittersporn viele Insekten an, doch nicht jedes gelangt an den begehrten Nektar. Nur Hummeln und andere Insekten, die einen mindestens 15 Millimeter langen Rüssel haben, können den Nektar in der langen Blüte erreichen.

Für den Menschen ist die Pflanze giftig. Sie wurde im 16. und 17. Jahrhundert als Wundheilmittel eingesetzt. Den Farbstoff der Blüten nutzte man zum Färben von Stoffen. Die Blätter des Ackerrittersporns sind sehr schmal.

Der Name dieser Pflanze verrät nicht nur etwas über ihr Aussehen, sondern auch über ihren Lebensraum. Entlang von Äckern und an Wegrändern wächst der Ackerrittersporn praktisch überall in Deutschland.

Leider führt die Landwirtschaft dazu, dass diese schöne Pflanze immer seltener zu finden ist. Häufiges Mähen der Wegränder, das Versprühen von Pflanzengiften gegen ungewollte Wildkräuter und das starke Düngen der Felder – das hält auch der Ritter unter den Wildkräutern nicht aus.

Der Nabu setzt sich dafür ein, dass sich die Lebensbedingungen für unsere Pflanzen verbessern. Damit man auch in Zukunft den zarten Ritter unter unseren Wildkräutern bewundern kann und Insekten ausreichend Nahrung finden.

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