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Ein Festival der Freude

Claus Röttig

Münster - Marina kann sich kaum zurückhalten: „Der ist ja sooo süß“, schreit die Studentin heraus. Gemeint ist der Gitarrist von Klee, Tim Deininger. Mutter Mareike kann es nicht verstehen. „Das ist wohl die Jugend. Ich stehe da mehr auf die Jungs von Alphaville. Aber jedem das seine.“

Jakob Kirsch, Drummer bei Alphaville, freut sich über die Komplimente. „Ich habe schon ein paar Mal in Münster gespielt - und wurde immer herzlich empfangen“, sagt der Musiker, während er sich mit seinen Drumsticks auf einer Bierbank warmspielt.

Auch Suzie Kerstgens, Frontfrau von Klee, die zusammen mit Alphaville auf der Dombühne auftrat, ist von den Münsteranern begeistert. „Es herrscht auf dem Domplatz wirklich eine Bombenstimmung, das Publikum ist sehr feierfreudig.“ Dabei schlägt gerade Klee in den Texten auch schon einmal kritische Töne an, während sich Alphaville noch immer auf die Klassiker wie „Big in Japan“ verließen, die schon vor vielen Jahren die Band zum Erfolg führten. „Die Texte sollen nicht einfach zu einem Ohr rein- und zum anderen wieder rausgehen. Wir wollen den Menschen die Chance geben, sich an den Texten weiterzuentwickeln“, lautete die Begründung der Sängerin.

Aber auch wer sich nicht in die rund 10.000 Besucher pro Konzert auf dem Domplatz wagen wollte, für den war bestens gesorgt: So zauberte am Samstag beispielsweise nicht nur die Bigband des Theodor-Fliedner-Gymnasiums aus Düsseldorf auf der Bühne im Rathausinnenhof gute Stimmung bei gemischtem Publikum, auch die Gruppe CarlTeh begeisterte auf der Bühne der Sparkasse mit einem Multi-Kulti-Programm und akrobatischen Einlagen.

Ein weiterer Publikumsmagnet war die Gruppe „Revolverheld“ - gleich Tausende kamen am Freitagabend auf den Domplatz, um die jungen Musiker zu hören, die ihren Durchbruch mit dem Song „Freunde bleiben“ schafften.

Aber auch für das kulturelle Programm war bestens gesorgt: Varieté, Improvisations-Theater oder eine Kofferversteigerung lockten zahlreiche Gäste vor die Bühnen. Auch an der Bühne der Westfälischen Nachrichten und der Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde war gute Laune garantiert: Follow Me down, Newphoria oder Lo Parker sorgten dafür, dass Besucher ihren Bummel unterbrachen und tanzend vor der Bühne Station machten.

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