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Ein Hühnchen zu rupfen

Niklas Groß

Ahlen. Ist das Glas nun halb leer oder halb voll? Eine viel gestellte und wohl nie eindeutig beantwortete Frage. Alles Ansichtssache eben. Selbiges gilt für die Interpretation der aktuellen Situation der Dolberger Handballer. Die belegen zu Beginn der Rückrunde nach wie vor einen der Plätze im Dunkel der Tabelle, was momentan jedoch angesichts jüngster triumphaler Auftritte eher wenig heißen will. Schenkt man Trainer Hans-Peter Esch Glauben, ist man im Lamberti-Dorf doch zumindest gewillt, die Ansichtssache allmählich in eine Tatsache umzuwandeln. „Mit Neheim haben wir noch ein Hühnchen zu rupfen.“ Nicht, dass seitens der Dolberger Routiniers noch alte Feindschaften mit dem TV bestehen, ist der doch ungefähr so frisch in der Liga wie Steinhoff und Co. wieder auf dem Parkett. „Neheim hat sich in den vergangenen zwei Spielzeiten profilieren können und spielt auch in diesem Jahr eine solide Runde.“ Da spricht ein Experte, obgleich Esch dies in puncto Neheim wohl lieber leugnen würde. So geistert das Schreckgespenst des Hinspiels, in dem die Eintracht eine 23:31-Klatsche vor eigenem Publikum kassiert hatte, noch immer ein wenig in den Köpfen herum. Dabei sollte dieses nach der furiosen Heimspielserie doch längst in das Reich der Träume verbannt worden sein. Nein, statistisch viel schwerer wiegt, dass Kremser und Co. in fremder Halle bisher noch kein Bein auf den Boden bekommen haben. Sollten am Samstag ab 18.30 also auch die ersten Auswärtspunkte der Saison folgen, käme man den erwünschten Tatsachen in Dolberg doch bedeutend näher.

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