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Gesundheitsjahr Roxel

Ein Projekt mit Vorbildcharakter

Thomas Schubert

Münster-Roxel - „Es lohnt, sich bürgerschaftlich zu engagieren!“, unterstreicht Jörg Nathaus. Und CVJM-Geschäftsführer Stephan Degen verweist darauf, dass Roxel in den vergangenen zwölf Monaten ein Thema gefunden habe, mit dem es zusammengewachsen sei. Aus Sicht der Verantwortlichen war das von den WN unterstützte Roxeler Gesundheitsjahr ein voller Erfolg. Gestern fand es mit einem buntem Fest auf dem Pantaleonplatz seinen Abschluss. Genauso hatte es vor einem Jahr auch begonnen.

Dass das vom achtköpfigen Initiativkreis um Marleen Rasch, Jörg und Nicole Nathaus, Silke Becker, Kathrin Joost, Michael Wenker- Giersch­ner, Annette Hopf und Stephan Degen ins Leben gerufene Gesundheitsjahr Vorbildcharakter hat, beweisen nicht zuletzt die Preise, mit denen es bedacht wurde. Nach dem dritten Platz beim Bürgerpreis der Stiftung „Bürger für Münster“ folgte am Donnerstagabend in Frankfurt der „Gesunde Städtepreis“ des bundesdeutschen „Gesunde Städte Netzwerks“.

„Für uns war es ein feierlicher Augenblick“, sagt Jörg Nathaus. Im Kaisersaal des Frankfurter Römers wurde den Roxeler Gesundheitsaktiven von Dr. Manuela Rottmann, Dezernentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Frankfurt, der begehrte Preis übergeben - eine Bestätigung für die in den vergangenen Monaten mit Engagement geleistete Arbeit. Dass das Projekt so erfolgreich verlaufen konnte, sei nur durch die Unterstützung zahlreicher Sponsoren - von der Stadt, über den Bundestagsabgeordneten Ruprecht Polenz bis hin zur örtlichen Geschäftswelt - möglich gewesen, betont Nathaus.

Eine im Wohnzimmer fürs Anne-Jakobi-Haus des CVJM entwickelte Idee sei auf so großes Interesse gestoßen, dass daraus ein Aktionsjahr für ganz Roxel entstanden sei. Viele Bürger und Gewerbetreibende hätten sich mit dem Projekt identifiziert: „Es war eine grundsätzliche Bereitschaft da, das Gesundheitsjahr zu unterstützen“, freut sich Nathaus. Das Projekt beweise aber auch, wie wichtig es für einen Stadtteil wie Roxel sei, eine Modelleinrichtung wie das Anne-Jakobi-Haus zu haben, sagt Stephan Degen. Das CVJM-Familienzentrum am Seihof sei eine ideale Plattform fürs Gesundheitsjahr gewesen.

100 Veranstaltungsangebote, 300 Einzeltermine von 40 Veranstaltern und Sponsoren wurden den Roxelern an 30 verschiedenen Orten offeriert. Inliner-, Bewegungs- und Kochkurse, Nordic Walking, Zahngesundheits- und Fitnessangebote und vieles mehr stießen auf großes Interesse. In der Droste-Hauptschule und in der Kita des Anne-Jakobi-Hauses werden weiterhin regelmäßig gesunde Frühstücke beschert. Mit dem Erlös des Gesundheitsjahrs sollen künftig geeignete Projekt unterstützt werden. Möglicherweise werde auch eine Stiftung ins Leben gerufen, so Nathaus.

Beim gestrigen Abschlussfest gab es ein buntes Programm für Jung und Alt. Vorführungen der BSV-Nachwuchsturnerinnen, Clowndarbietungen, ein Seilchenspring-Wettbewerb und etliches mehr gingen Hand in Hand mit Informationen und Angeboten rund ums Thema Gesundheit. Es gab Bio-Eis, und -Milchshakes sowie fettarme Wurstsnacks. Und natürlich waren auch die Urkunden der beiden gewonnenen Wettbewerbe zu sehen.

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