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Ein Sieg für das Wohlbefinden

André Fischer

Ahlen. Wenn wir den alten Chinesen glauben wollen, sind Gesundheit und Schönheit abhängig von der Energie, die in einem Menschen steckt. Doch leider ist es mit der Energie wie mit vielen anderen Dingen im Leben: sie verbraucht sich. Und wenn wir schlecht haushalten, droht Ungemach. Jens Pfänder, Coach der heimischen Zweitliga-Handballer, ließ seiner Energie jüngst bei der peinlichen Vorstellung gegen die HSV Hannover (24:32) freien Lauf und wurde mit einem feuerroten Kopf belohnt, der nahezu fast vor Wut rauchte. Gesund kann das auf Dauer gewiss nicht sein. Darum sollten seine Jungs im Heimspiel gegen den SV Post Schwerin allein im Interesse ihres Trainers an einer Wiedergutmachung interessiert sein, um das Wohlbefinden ihres Coaches zu schonen. Anwurf am Freitag in der Friedrich-Ebert-Halle ist um 19.30 Uhr.

„Wir hatten einen kollektiven Blackout. Viele einzelne Faktoren haben letztlich zur Niederlage geführt. Dennoch: So geht es nicht“, zeigte sich Pfänder, diesmal mit gesunder Gesichtsfarbe, während der Pressekonferenz am Donnerstag noch ein wenig angefressen, um gleichfalls zu betonen: „Wir haben viele Gespräche geführt und uns eine gute Woche lang auf das Spiel gegen Schwerin vorbereitet. Ich erwarte eine Trotzreaktion.“ Ebenso wie Spielmacher Stefan Pries, der mit seinen Teamkollegen bis ins Detail nach den Gründen für die Niederlage gesucht hat: „Irgendwann ist es auch gut, dann musst du das Ding abhaken. Das haben wir getan, gegen Schwerin haben wir alle was gutzumachen.“

Sein Augenmerk habe Pfänder zuletzt bewusst auf die Arbeit in kleineren Gruppen gelegt, „denn wenn das Kollektiv versagt, sind es oft einzelne Spieler, die eine Partie noch umbiegen können“, so der Coach, der sich und seine Jungs gegen den SV Post gut aufgestellt sieht.

Bergauf geht es weiter was die personellen Voraussetzungen betrifft. Nachdem André Kropp gegen Hannover sein Comeback feierte, hat er zuletzt weiter fleißig gearbeitet und kommt immer besser in Form. Im Mannschaftstraining befindet sich seit knapp zwei Wochen auch wieder Rechtsaußen Christoph Wischniewski. Möglich, dass er am kommenden Mittwoch beim Duell in Hamm (19.30 Uhr) wieder im Kader steht der Rot-Weißen steht.

Absolut motiviert dürften am Freitag der Niederländer Roel Adams und der Tscheche Jiri Hynek sein. Beide starteten mit ihren Ländern mit zwei Siegen erfolgreich in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2010 in Österreich. Hynek und seine Tschechen bezwangen dabei sogar die hochgelobten Franzosen mit 32:29. Hut ab!

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