1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Ein Waisenhaus für Elefanten

  6. >

yangoContent

Ein Waisenhaus für Elefanten

- Eifrig trotten die kleinen Elefanten zum Ufer. Einige tasten mit ihren Rüsseln die Hände ab, die ihnen die Besucher entgegenstrecken. Die Mini-Elefanten aus dem Land Kenia in Afrika sind Waisen, sie haben keine Familie mehr...

wn

Eifrig trotten die kleinen Elefanten zum Ufer. Einige tasten mit ihren Rüsseln die Hände ab, die ihnen die Besucher entgegenstrecken. Die Mini-Elefanten aus dem Land Kenia in Afrika sind Waisen, sie haben keine Familie mehr. Helfer haben sie gerettet. Nun leben sie nahe der Hauptstadt Nairobi in einem extra Waisenhaus für Elefanten. Dort werden sie aufgepäppelt und lernen, allein klarzukommen. Denn wenn sie groß sind, werden sie wieder in die Wildnis entlassen.

Besucher sind meist total aus dem Häuschen, wenn die kleinen Elefanten zum Baden an das Wasserloch kommen. Sie kraulen die tapsigen Minis und fotografieren pausenlos. Die Pfleger haben grüne Kittel an und passen auf. Den kleinsten Elefantenbabys haben sie Decken auf den Rücken gelegt - zum Schutz gegen die Kälte in der Nacht und die heiße Sonne am Tag.

Im Moment sind in dem Waisenhaus so viele kleine Dickhäuter wie noch nie, sagt die Chefin. 15 Elefanten laufen herum. Einige waren gerade mal ein paar Wochen alt, als sie gebracht wurden. Doch einige der Kleinen sterben an ihren Verletzungen oder einer Krankheit.

Was ist den Elefanten passiert? Einige haben sich verlaufen und ihre Familie dann nicht mehr wiedergefunden. Meist sind aber Menschen daran schuld, dass die Kleinen allein sind. Manche Leute erschießen erwachsene Elefanten, weil sie ihre Stoßzähne haben wollen - auch wenn ein Junges neben dem Tier herläuft. Allein in Kenia wurden im vergangenen Jahr 98 Elefanten von solchen Wilderern getötet. Für das Elfenbein der Stoßzähne bekommen die Wilderer sehr viel Geld. Der Handel damit ist verboten.

„Gerade Elefanten, die miterleben mussten, wie ihre Familie getötet wurde, brauchen sehr lange, um Vertrauen zu Menschen zu fassen“, erzählt ein Pfleger. Einen Dickhäuter aufzupäppeln, ist anstrengend. „Sie sind wie kleine Kinder“, sagt der Pfleger. „Sie brauchen nachts ihre Extraflasche Milch, oder wollen nicht schlafen. Wir sind rund um die Uhr bei ihnen, damit sie sich geborgen fühlen können.“

Startseite